Bundesanleihen unter Druck: Freundliche Aktienmärkte setzen festverzinsliche Werte herab
Der Beginn der Handelswoche brachte unerfreuliche Nachrichten für Anleger in deutsche Staatsanleihen. Die Kurse gerieten unter Druck, wobei der Euro-Bund-Future um 0,17 Prozent nachgab und nun bei 129,56 Punkten liegt. Dies führte zu einem Anstieg der Rendite für zehnjährige Bundesanleihen auf 2,69 Prozent.
Diese Kursbewegungen sind vor allem auf die aufgehellte Stimmung an den Aktienmärkten zurückzuführen, die festverzinsliche Anlagen belastet. Während der vergangene Freitag von einem schwachen US-Arbeitsmarktbericht geprägt war, der die Anleihekurse zunächst stützte, hat sich seitdem eine Gegenbewegung entwickelt.
Der Bericht enttäuschte nicht nur im Juli, sondern erforderte zudem eine deutliche Korrektur der Einstellungszahlen der beiden vorangegangenen Monate nach unten. Dies nährt Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen durch die US-Zentralbank.
Allerdings wirft das Vorgehen von US-Präsident Donald Trump dunkle Schatten auf die Verlässlichkeit künftiger Statistiken. Seine Entscheidung, die Leiterin des Bureau of Labor Statistics (BLS) zu entlassen, ruft Besorgnis über eine mögliche Politisierung der US-Notenbank und der relevanten Statistikbehörden hervor, warnen Experten der Dekabank.
Diesem zweifelhaften Umgang mit Fakten könnte die ohnehin fragile Marktstimmung zusätzlich belasten.

