Bundesanleihen stagnieren vor Zinsentscheid der Fed
Zur Wochenmitte haben die Kurse deutscher Bundesanleihen keine signifikante Entwicklung verzeichnet. Der Euro-Bund-Future reduzierte sich leicht um 0,08 Prozent auf 130,86 Punkte. Bereits in den Tagen zuvor blieben die Kursbewegungen moderat. Der Ertrag zehnjähriger Bundesanleihen lag zuletzt bei 2,54 Prozent.
Die Finanzmärkte blickten gespannt auf die geldpolitische Entscheidung der US-Notenbank Fed, die am Abend erwartet wurde. Experten vermuten, dass die Fed dem politischen Druck standhalten und die Leitzinsen unverändert lassen wird. Der Zinskorridor solle nach Meinung der meisten Wirtschaftsfachleute zwischen 4,25 und 4,50 Prozent verbleiben.
DZ-Bank-Analyst Christian Reicherter betonte, dass die Fed in naher Zukunft vor komplexen zinspolitischen Weichenstellungen steht. Die bestehende US-Zollpolitik erhöhe die Unsicherheit erheblich, da Verbraucher ihre Ausgaben einschränken und Unternehmen geplante Investitionen auf Eis legen könnten.
Obwohl Reicherter zufolge die wirtschaftliche Lage auf eine leichte Konjunkturdelle hinweist, gebe es derzeit kaum Hinweise auf eine drohende Rezession. Dennoch zeigt sich Licht am Ende des wirtschaftspolitischen Tunnels: Ein Hoffnungsschimmer ist die jüngste Annäherung im Handelskonflikt zwischen den USA und China.
Beide Nationen haben Handelsgespräche vereinbart. Der US-Finanzminister Scott Bessent plant, am 8. Mai in die Schweiz zu reisen, um sich dort unter anderem mit einem hochrangigen Vertreter der chinesischen Wirtschaft zu treffen, so das US-Finanzministerium.

