Bundesanleihen stagnieren trotz positiver Exportdaten und US-Verbraucherbedenken
Der deutsche Anleihemarkt zeigte sich am Freitag nahezu unbewegt, da der Euro-Bund-Future leicht um 0,01 Prozent auf 129,13 Punkte fiel. Gleichzeitig verblieb die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen konstant bei 2,66 Prozent. Der Markt bewegte sich in einer engen Spanne, ungeachtet der erfreulichen Überraschung bei den deutschen Exportzahlen für September, die nach einem schwächeren Sommer unerwartet zulegten.
Obwohl die Exportzahlen oberhalb der Erwartungen lagen, erwarten Ökonomen und Experten keinen dauerhaften Aufschwung. Die Unsicherheiten im globalen Handel sind derzeit schlichtweg zu erheblich. In den USA lagen die Zahlen zum Verbrauchervertrauen ebenfalls über den Erwartungen, jedoch blieben größere Impulse für den Anleihemarkt aus. Laut Joanne Hsu, Leiterin der Umfrage des University of Michigan Consumer Sentiment Index, hat sich das Verbrauchervertrauen im November stärker verschlechtert als prognostiziert.
Ein dominierendes Thema bleibt der andauernde Shutdown der US-Bundesbehörden, der seit dem 1. Oktober in Kraft ist und als der längste in der amerikanischen Geschichte gilt. Aufgrund dieser Stilllegung blieben wichtige Konjunktur- und Arbeitsmarktdaten in den USA aus, während Verbraucher ihre Sorgen über mögliche negative wirtschaftliche Folgen dieser Situation äußern.

