Buffett trotzt dem Börsensturm – Vermögenszuwachs dank konservativer Strategie
Warren Buffett bleibt auch in turbulenten Zeiten eine Ausnahmeerscheinung: Während die 500 reichsten Menschen der Welt seit Anfang April über 500 Milliarden Dollar an Vermögen verloren haben, legte der 94-jährige Investor 2025 bislang um 11,5 Milliarden Dollar zu. Sein Nettovermögen erreichte laut Bloomberg Billionaires Index 153,5 Milliarden Dollar – Platz vier weltweit.
Auffällig: Allein seit dem 2. April hat Buffett 14,5 Milliarden Dollar eingebüßt – doch seine Gewinne aus dem ersten Quartal kompensierten die Verluste und halten ihn klar im Plus. Damit ist er einer von nur zwei Top-20-Milliardären, deren Vermögen im Jahresverlauf gewachsen ist. Die zweite ist L’Oréal-Erbin Françoise Bettencourt Meyers mit einem Plus von 1,8 Milliarden Dollar.
Hinter dem relativen Erfolg von Buffett steht vor allem die Stabilität seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway. Deren Aktien verloren seit Trumps Zollankündigung zwar 8,8 Prozent – weniger als der marktbreite S&P 500, der um 10,7 Prozent fiel. Entscheidend ist der konservative Kern des Geschäftsmodells: Das Sach- und Haftpflichtversicherungsgeschäft reagiert weit weniger sensibel auf globale Handelskonflikte.
Auch Buffetts Timing bei Investitionen wirkt sich stabilisierend aus. In jüngerer Vergangenheit hat er sich mit größeren Zukäufen zurückgehalten, während andere Marktteilnehmer riskanter positioniert waren. Stattdessen veräußerte er Teile seiner Apple- und Bank-of-America-Beteiligungen – beides Aktien, die im Zuge der jüngsten Marktkorrektur zweistellig verloren. Parallel dazu baute er die Barreserven aus, um flexibel auf künftige Kaufgelegenheiten reagieren zu können.
Elon Musk, der trotz massiver Verluste von 134,7 Milliarden Dollar weiterhin als reichster Mensch der Welt geführt wird, rutschte mit seinem Vermögen erstmals seit November unter die Marke von 300 Milliarden Dollar. Am Montag lag es bei 297,8 Milliarden Dollar.
Buffetts defensive Aufstellung erweist sich damit erneut als robust – auch gegenüber externen Schocks wie Trumps Zöllen, die ganze Märkte ins Wanken bringen.

