Britische Wirtschaft unter Druck: BT und EnQuest warnen vor fiskalischen Herausforderungen
Der Vorstandsvorsitzende von BT, Allison Kirkby, hat die von der Regierung verursachten Kosten kritisiert, die britische Unternehmen zurückhalten. Sie argumentiert, dass das Telekommunikationsunternehmen im Vergleich zu seinen europäischen Wettbewerbern hinterherhinke, da es durch hohe Abgaben, Steuern und bürokratische Hürden beeinträchtigt werde. Kirkby betonte auf der Branchenkonferenz Connected Britain, dass BT zehnmal so viel in Geschäftssteuern, Energieabgaben und regulatorische Kosten zahlen müsse wie seine Konkurrenten in Ländern wie Deutschland und den Niederlanden. Dies sei darauf zurückzuführen, dass das Unternehmen mittlerweile den Gipfel dieser „regierungsbedingten Kosten“ erreicht habe.
Zusätzlich zu den Arbeitskosten kämpfen Telekommunikationsfirmen mit hohen Strompreisen im Vereinigten Königreich, die laut Regierungsangaben die höchsten in der entwickelten Welt sind. Kirkby erklärte, dass das Budget von Rachel Reeves am 26. November schwierig werden könnte und betonte die Notwendigkeit einer Rückkehr zu Wachstumsbedingungen in einem inflationsgeplagten Markt.
Derweil hat EnQuest CEO Amjad Bseisu die Auswirkungen von Energieminister Ed Milibands Politik auf die Nordsee kritisiert. Die Investitionen in das Nordseebecken sind in den letzten zehn Jahren um 90 Prozent gesunken, was Großbritannien gezwungen hat, einen Großteil seines Erdgases zu importieren. Bseisu plädierte für eine reformierte Besteuerung des Energiesektors als Lösung für das finanzielle Loch in den öffentlichen Haushalten und forderte grundlegende Änderungen der derzeitigen Steuerstruktur.

