Britische ETA-Pflicht: Neue Einreiseformalitäten für Deutschlandreisende
Reisewillige, die demnächst gen Großbritannien aufbrechen möchten, sollten einen prüfenden Blick in ihr E-Mail-Postfach werfen. Denn ab dem 2. April müssen Deutsche ohne Visum für ihre Reisen ins Vereinigte Königreich eine neue elektronische Reiseerlaubnis, die sogenannte ETA, vorweisen. Diese ist digital mit dem Reisepass verbunden und die Bestätigung der Antragstellung sowie deren Abwicklung erfolgt per E-Mail.
Das Beantragen der ETA wird am schnellsten über eine spezielle App erledigt, wobei aktuell etwa zwölf Euro zu entrichten sind. Ab dem 9. April steigt der Preis auf knapp 20 Euro. Ohne die erforderliche Genehmigung müssen Reisende entweder am Check-in-Schalter der Fluggesellschaften passen oder sie scheitern an der britischen Passkontrolle.
Lufthansa, die täglich von mehreren deutschen Drehkreuzen Flüge nach Großbritannien anbietet, integriert die ETA-Kontrolle in den Check-in-Prozess. Das Unternehmen hat daher einen zusätzlichen Dokumentencheck vor dem Boarding eingeführt und informiert seine Passagiere bereits seit Wochen über die neue Vorschrift. Dies erfolgt sowohl per E-Mail als auch beim Online-Check-in, um sicherzustellen, dass die Fluggäste gut vorbereitet sind. Ähnliche Vorbereitungen haben auch andere Fluggesellschaften wie Easyjet getroffen. Dennoch bleibt die letzte Entscheidung den Grenzbehörden vorbehalten.
Die ETA stellt im Wesentlichen eine zusätzliche Sicherheitsprüfung dar. Reisende müssen über die „UK ETA“-App ein Passfoto und ab neun Jahren ein Gesichtsfoto hochladen. Zudem sind Fragen zu Beschäftigung, Vorstrafen und möglichen Verwicklungen in schwerwiegende Straftaten zu beantworten. Die britische Regierung verspricht eine schnelle Bearbeitung, maximal aber binnen drei Werktagen, und rechnet mit erheblichen Zusatzeinnahmen. Einmal genehmigt, gilt die ETA für mehrere Reisen und Aufenthalte von bis zu sechs Monaten innerhalb von zwei Jahren. Dies schließt auch die Option eines Kurzzeitstudiums mit ein.

