Britische Dienstleistungsbranche am Scheideweg – Neue Zahlen enttäuschen
Der britische Dienstleistungssektor steht vor einer zunehmenden Herausforderung, da der Einkaufsmanagerindex (PMI) von S&P Global im September einen deutlichen Rückgang erfahren hat. Der Index sank um 3,4 Punkte auf 50,8, wie S&P in London bekannt gab. Diese Korrektur nach unten kam überraschend, da die ersten Schätzungen lediglich einen Rückgang auf 51,9 Punkte prognostiziert hatten. Experten hatten eine Bestätigung der ursprünglichen Zahlen erwartet und sehen nun die Notwendigkeit, ihre Prognosen zu überdenken.
Der PMI, der knapp über der kritischen Marke von 50 Punkten liegt, signalisiert weiterhin eine Zunahme der wirtschaftlichen Aktivität, jedoch in einem verlangsamten Tempo. Tim Moore, Volkswirt bei S&P Global Market, äußerte sich hierzu und nannte ein schwaches Verbrauchervertrauen sowie sinkende Exporte als belastende Faktoren für die Nachfrage im Dienstleistungssektor. Diese Faktoren trugen maßgeblich zum „enttäuschenden Ende des dritten Quartals“ bei.
Auch die britische Industrie verzeichnete einen ähnlichen Rückgang, wobei deren Indikatoren bereits unterhalb der Wachstumsschwelle liegen. Der gesamtwirtschaftliche Index im September verlor ebenfalls an Boden und fiel um 3,4 Punkte auf 50,1 Punkte, den niedrigsten Stand seit fünf Monaten. Trotz der pessimistischen Tendenz zeigt die britische Wirtschaft dennoch anhaltende, wenn auch gebremste, Wachstumszeichen.

