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Brenntag: Zwischen verhaltenem Optimismus und makroökonomischer Unsicherheit

12. März 2025, 12:03 Uhr · Quelle: Eulerpool News
Brenntag zeigt sich trotz Umsatzrückgang optimistisch für 2025, plant ein Ebita zwischen 1,1 und 1,3 Milliarden Euro und möchte die Dividende bei 2,10 Euro je Aktie belassen. Das Unternehmen verfolgt einen Sparkurs mit Einsparzielen von 300 Millionen Euro bis 2027, während die geopolitische Unsicherheit anhält.

Der Chemikalienhändler Brenntag zeigt sich für das Jahr 2025 trotz eines jüngsten Rückgangs bei Umsatz und Ergebnis vorsichtig optimistisch. Christian Kohlpaintner, der Vorstandsvorsitzende, sieht vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2025 Chancen für moderate Verbesserungen bei den Absatzmengen und im Preisumfeld, angetrieben durch strategische Zukäufe. Gleichzeitig bleibt der wirtschaftliche und geopolitische Kontext ungewiss.

Brenntag plant im Jahr 2024 ein operatives Ergebnis, gemessen am bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita), zwischen 1,1 und 1,3 Milliarden Euro. Dies entspricht zumindest dem Niveau des Vorjahres, obwohl Analysten eher auf einen Mittelwert dieser Spanne tippen. Die Brenntag-Aktie begann den Handelstag schwächer, drehte jedoch in ein kleines Plus von 0,2 Prozent und landete bei einem Kurs von 64,50 Euro.

Das Jahr 2024 brachte für Brenntag einen Umsatzrückgang von 3,4 Prozent auf 16,2 Milliarden Euro. Der bereinigte Ebita sank um 12,9 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Auf die Aktionäre fiel ein Gewinn von 536 Millionen Euro, ein deutlicher Rückgang gegenüber den fast 715 Millionen Euro im Vorjahr. Während die Umsatzerwartungen der Analysten erfüllt wurden, blieben die Ergebniserwartungen hinter den Prognosen zurück. Brenntag setzt dennoch auf Stabilität und plant, die Dividende bei 2,10 Euro je Aktie zu belassen.

In den letzten Monaten hat Brenntag seine ursprünglichen Pläne zur Entflechtung seiner Geschäftsbereiche Prozess- und Spezialchemikalien überdacht. Eine vollständige und schnelle Entflechtung wird nun nicht weiter verfolgt, und das Management verfolgt stattdessen einen verschärften Sparkurs. Finanzchefin Kristin Neumann kündigte an, Investitionen in IT und digitale Transformation über einen längeren Zeitraum zu strecken und bestehende Ausgaben weiter zu verzögern, während Standortschließungen und Stellenabbau Bestandteil des Programms sind.

Für das Jahr 2025 plant das Unternehmen, die im Jahr 2024 erzielten Einsparungen zu verdoppeln, nachdem im vergangenen Jahr die Kosten um 50 Millionen Euro reduziert wurden. Das ambitionierte Ziel des Unternehmens ist es, bis 2027 jährlich 300 Millionen Euro einzusparen.

Brenntag hat sich einen Namen im internationalen Handel mit Industrie- und Spezialchemikalien gemacht, indem es Chemikalien von Großkonzernen kauft und in kleineren Mengen weiterverkauft. Diese Geschäftsstrategie schützt das Unternehmen vorzeitig vor großen Konjunkturschwankungen, die die Nachfrage bei den Produzenten direkt beeinflussen. Momentan beschäftigt Brenntag über 18.100 Mitarbeiter weltweit.

Finanzen / Business
[Eulerpool News] · 12.03.2025 · 12:03 Uhr
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