Brasiliens Zentralbank gehackt—40 Millionen $ in Bitcoin und Ethereum gewaschen
Bitcoin steht erneut im Rampenlicht, nachdem Hacker die Schlagzeilen nach einem Angriff am 30. Juni auf C&M Software beherrschten. Der Vorfall versetzte das Bankensystem Brasiliens in Aufruhr. Hacker drangen in das Unternehmen ein, das kleinere Banken und Fintechs mit der PIX-Plattform der Zentralbank verbindet.
In rund zweieinhalb Stunden bewegten sie etwa 800 Millionen Reais—fast 148 Millionen $—von Reservekonten bei sechs Institutionen.
Eine Bank, BMP, sah 73.8 Millionen $ verschwinden, bevor sie den Betrug bemerkte. Später wurden etwa 29.5 Millionen $ zurückgeholt, als schließlich Alarm geschlagen wurde.
$140M HACK in Brazil – Insider Sold Access for Just $2.7K?!
ZachXBT reports a $140M breach in Brazil, where an insider allegedly sold system access for only $2.7K. Around $30–40M was funneled into crypto via LatAm OTC desks.
One of the biggest insider leaks in recent memory?… pic.twitter.com/ehMqjuQGCi
— Crypto Patel (@CryptoPatel) July 4, 2025
Hack bei einem wichtigen Zahlungsknoten
Laut den brasilianischen Behörden begann der Einbruch, als ein IT-Mitarbeiter bei C&M seine Zugangsdaten für umgerechnet 2.770 $ verkaufte. Berichten zufolge half er dann beim Aufbau des Systems, das den Angreifern ermöglichte, Gelder abzuziehen.
Diese interne Hilfe verwandelte einen einfachen Login in ein großes Loch im PIX-Netzwerk, das in ganz Brasilien Sofortzahlungen abwickelt.
Nachdem sie die Anmeldedaten gestohlen hatten, starteten die Hacker koordinierte Überweisungen. Sie entnahmen Geld aus sechs Reservekonten, ohne dass Alarme ausgelöst wurden, für fast 150 Minuten. Der CEO von BMP, Carlos Benitez, sagte, der Einbruch habe erst an die Oberfläche getreten, als sein Team ungewöhnliche Transaktionen am späten 30. Juni entdeckte.
Bitcoin als Fluchtroute verwendet
Ermittler bemerkten schnell, dass mindestens 40 Millionen $ in Bitcoin, Ethereum und verschiedene Stablecoins flossen. Sie verfolgten große Geldbewegungen durch lateinamerikanische OTC-Schalter und Krypto-Börsen. Diese Verschiebung verdeutlicht, wie digitale Münzen zu einem bequemen Fluchtweg werden können, wenn traditionelle Sicherheitsvorkehrungen versagen.
Stablecoins spielten eine große Rolle. Ihr konstanter Wert macht sie zu einem Favoriten für kriminelle Netzwerke, die Preisschwankungen ausweichen wollen. Die Financial Action Task Force warnte kürzlich davor, dass Stablecoins ohne klare globale Regeln wachsende Geldwäsche-Risiken darstellen.
Bitcoin: Strafverfolgung setzt sich in Bewegung
Innerhalb weniger Tage froren die Gerichte Dutzende von Konten ein, die vermutlich gestohlene Gelder enthalten. Behörden berichten, bisher etwa 50 Millionen $ gesichert zu haben. Dennoch bleibt ein großer Teil unerklärlich, der irgendwo auf Blockchains driftet.
Maßnahmen zur Rückgewinnung der Gelder
Basierend auf Berichten schränkte die Zentralbank den Zugang von C&M zu wichtigen Systemen ein, während Beamte bemüht waren, das Leck zu stopfen. João Nazareno Roque, der beschuldigte Insider, wurde am 3. Juli verhaftet und bleibt in Gewahrsam. Kein Einzelhandelskunde verlor einen Cent, da nur institutionelle Reserven ins Visier genommen wurden.
Dieser Einbruch zeigt, wie ein schwaches Glied ein großes Netzwerk zu Fall bringen kann. Brasilien wird strengere Kontrollen des Insider-Zugangs, schnellere Betrugserkennung und stärkere Aufsicht über Krypto-Plattformen benötigen.

