Brasilianischer Ex-Präsident Bolsonaro kehrt nach Krankenhausaufenthalt ins Gefängnis zurück

Jair Bolsonaro, der ehemalige Präsident Brasiliens, kehrt nach erfolgter medizinischer Behandlung ins Polizeigewahrsam zurück. Ein Ersuchen um Hausarrest wurde vom Obersten Gerichtshof abgelehnt.
So wird der derzeit 70-Jährige, der erst kürzlich mehrere Operationen über sich ergehen lassen musste, wieder in seine Zelle in Brasília zurückgeführt, sobald er das Krankenhaus verlässt. Die jüngsten Eingriffe zielten auf die Behandlung eines beidseitigen Leistenbruchs sowie eines chronischen Schluckaufs ab, Beschwerden, die auf eine Reihe gesundheitlicher Probleme zurückzuführen sind, die Auftreten nach der schweren Messerattacke im Wahlkampf 2018 infolge einer Stichverletzung.
Bolsonaro, der von 2019 bis 2022 im Amt war, sitzt seit Ende November eine über 27-jährige Haftstrafe ab. Diese Strafe resultiert aus einem gescheiterten Putschversuch gegen die Regierung seines Nachfolgers, Luiz Inácio Lula da Silva.
Angesichts seiner labilen Gesundheit hatten Bolsonaros Rechtsvertreter einen Antrag auf Hausarrest gestellt – ein Anliegen, das von Richter Alexandre de Moraes zurückgewiesen wurde. Dieser argumentierte mit Bolsonaros wiederholten Übertretungen von Auflagen und Fluchtversuchen, wie etwa dem Versagen seiner elektronischen Fußfessel mittels Lötkolben.

