Brandenburgs Triumph: Deutschland wieder frei von Maul- und Klauenseuche
Deutschland hat erfolgreich das Kapitel der Maul- und Klauenseuche (MKS) geschlossen, nachdem die Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH) alle Beschränkungen aufgehoben hat. Der Ausbruch in Brandenburg hatte in den letzten Monaten massive Auswirkungen auf die Landwirtschaft und erhebliche finanzielle Verluste verursacht. Nun ist das Land offiziell wieder seuchenfrei, was gute Nachrichten für die Exporteure von Fleisch- und Milchprodukten bedeutet. Der Geschäftsführer des Bundeslandwirtschaftsministeriums, Cem Özdemir, zeigte sich hoffnungsvoll, dass nun auch die im Ausland verhängten Importbeschränkungen aufgehoben werden.
Nichtsdestotrotz warnt Özdemir vor den noch bestehenden Gefahren. Ausbrüche in Ungarn und der Slowakei, deren Einfluss bis nach Österreich reicht, zeigen, dass die Sorgfalt weiterhin oberstes Gebot bleibt. Besonders Reisende sind aufgerufen, keine Produkte aus betroffenen Regionen nach Deutschland zu bringen und Kontakte zu Klauentieren zu vermeiden. Tierhalter sollten zudem an ihre Hygienemaßnahmen denken, um einem erneuten Ausbruch vorzubeugen.
Die im Januar entdeckte Seuche war die erste dieser Art in Deutschland seit 35 Jahren und wurde in einer Herde in Hönow, Brandenburg, entdeckt. Die zahlreichen präventiven Maßnahmen haben jedoch ihren Zweck erfüllt. Die Handelssperren, wie jene von China und Großbritannien, wurden mittlerweile ebenfalls gelöst, was die Erholung des Handels erleichtert.
Özdemir nutzt die Gelegenheit, um die US-Politik unter Präsident Donald Trump zu kritisieren. Seiner Meinung nach entziehen sich die USA zunehmend der internationalen Forschung und dem Kampf gegen Tierseuchen, was die globalen Anstrengungen untergräbt.
Dank der Entscheidung der WOAH, in Zusammenarbeit mit Berlin und Brandenburg, wurden alle Beschränkungen der sechs Kilometer weiten Sperrzone um den Ausbruchsort aufgehoben. Die Rückkehr zur Normalität wird von Brandenburgs Agrarministerin Hanka Mittelstädt als positives Zeichen gewertet. Dennoch betont sie die weiterhin vorhandenen Risiken für Deutschland und appelliert an die Wachsamkeit in Bezug auf Reiseverkehr und Tiertransporte.

