BP trotzt schwächelndem Ölpreis mit soliden Quartalszahlen
Der britische Energieriese BP konnte im zweiten Quartal zwar nicht mit den Vorjahreszahlen glänzen, doch die Geschäftsergebnisse fielen weit besser aus als erwartet und sorgten für positive Überraschungen an den Märkten. Während der bereinigte Gewinn von BP im Vergleich zum Vorjahr um nahezu 15 Prozent auf 2,35 Milliarden Dollar sank, übertrafen die Zahlen dennoch die Prognosen der Analysten. Dies führte zuletzt zu einem Anstieg der BP-Aktie im renommierten Index Stoxx Europe 50 um 1,5 Prozent.
Die erfreulichen Ergebnisse sind unter anderem auf konsequente Sparmaßnahmen und Fortschritte im Schuldenabbau des Unternehmens zurückzuführen. BP bestätigte zugleich die Absicht, im laufenden Jahr weiterhin stark in die Rückkäufe eigener Aktien zu investieren und plant, pro Quartal Papiere im Wert von 750 Millionen Dollar zurückzukaufen.
Im Zuge einer strategischen Neuausrichtung fokussiert sich BP verstärkt auf sein Kerngeschäft mit Öl und Gas und plant, bis 2030 die tägliche Rohölproduktion signifikant zu steigern. Entgegen der Strategie seines Vorgängers setzt Vorstandschef Murray Auchincloss auf eine Reduzierung der Investitionen in alternative Energien. Diese sollen zukünftig auf 1,5 bis 2 Milliarden Dollar jährlich gesenkt werden. Um die Verschuldung weiter abzubauen, plant BP zudem, bis 2027 Vermögenswerte im Volumen von rund 20 Milliarden Dollar zu veräußern.
Eine bedeutende Rolle spielen hierbei Entdeckungen neuer Öl- und Gasvorkommen weltweit. Jüngst gab BP bekannt, das größte derartige Vorkommen seit 25 Jahren vor der brasilianischen Küste entdeckt zu haben. Diese Entdeckung reiht sich ein in eine Serie erfolgreicher Funde in Regionen wie Trinidad, Ägypten und Libyen, die das Wachstum in der Förderung beflügeln sollen.

