Boom der Halbleiterindustrie: TSMC löst Euphorie bei Zulieferern aus
Die angekündigte Investitionsoffensive des taiwanesischen Halbleiter-Giganten TSMC hat am Donnerstag zu einem wahren Höhenflug der Aktien von Zuliefererfirmen geführt. TSMC, der weltweit führende Chip-Hersteller, plant angesichts der steigenden Nachfrage nach Halbleitern, insbesondere für Anwendungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz, seine Ausgaben erheblich zu erhöhen.
In Amsterdams Handelsräumen schossen die Aktien des niederländischen Unternehmens ASML um fast 8 Prozent in die Höhe und erreichten ein neues Rekordhoch. ASML, bekannt für seine hochmodernen Lithographie-Anlagen zur Massenproduktion von Halbleitern, ist bereits seit Jahresbeginn auf Erfolgskurs und beansprucht mit über 440 Milliarden Euro den höchsten Börsenwert in Europa.
Auch die in Deutschland ansässigen Zulieferer für die Chip-Industrie profitierten von der positiven Marktstimmung. Aixtron und Suss Microtec verzeichneten Kursgewinne von rund 5 Prozent. PVA Tepla, ein Spezialist für Plasmatechnik, legte um 7 Prozent zu, während Siltronic, Produzent von Wafern – dem Ausgangsmaterial für Computerchips – um 4,3 Prozent stieg.
Finanzanalytiker Matthew Britzman von Hargreaves Lansdown bezeichnete die Prognosen von TSMC zur KI-Nachfrage als spektakulär. Erwartet wird ein jährliches Nachfragewachstum von bis zu 60 Prozent bis 2029. In Anbetracht dieser Erwartungen haben TSMC-Aktien, die auch in New York gehandelt werden, ebenfalls ein Rekordhoch erreicht, obwohl TSMC in der Vergangenheit eher für vorsichtige Prognosen bekannt war.
Die gute Nachricht wirkte sich auch positiv auf die Aktien amerikanischer Zulieferer aus. Applied Materials, Lam Research, KLA und Entegris verbuchten im vorbörslichen Handel Kursgewinne von fast 5 bis über 6 Prozent.

