Börsentreffen in gespannter Erwartung: Politische und geldpolitische Entwicklungen im Fokus
Europas Börsen hielten nach einer Erholungsrally zu Monatsbeginn am Montag ihre Positionen nahezu unverändert. Anleger zeigten sich im Vorfeld eines mit Spannung erwarteten Treffens zwischen US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zögerlich.
Nach dem kürzlichen Treffen Trumps mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin blieben bislang Erklärungen zu einer möglichen Waffenruhe im Ukraine-Konflikt aus. Die Meinungen darüber, wer das Kriegsende einleiten könnte, sind nach wie vor gespalten.
Am Donnerstag steht ein weiteres Ereignis auf der Agenda der Investoren: das dreitägige Notenbankentreffen in Jackson Hole im idyllischen Bundesstaat Wyoming. Mit besonderem Interesse wird die Rede von Jerome Powell, dem Vorsitzenden der US-Notenbank, erwartet. Marktteilnehmer erhoffen sich Einsichten in die künftige Ausrichtung der US-Geldpolitik. Allgemein wird eine Zinssenkung um 0,25 Basispunkte bei der kommenden Sitzung im September prognostiziert.
Eine weitergehende geldpolitische Lockerung, wie sie Trump seit geraumer Zeit fordert, scheint indes nicht auf der Agenda zu stehen. Die Reaktionen an den Märkten blieben verhalten: Der Eurostoxx 50 verlor marginal um 0,26 Prozent auf 5.434,64 Punkte. In der Schweiz sank der SMI leicht um 0,02 Prozent auf 12.071,88 Punkte. Anders verlief der Handel am Londoner Börsenmarkt: Der FTSE 100, der zuletzt Verluste hinnehmen musste, legte moderat um 0,21 Prozent auf 9.157,74 Punkte zu.

