Börsenlage: US-Indizes pausieren nach Rekordhoch
Zu Wochenbeginn zeigte sich an den US-Börsen ein unverändertes Bild, da die wichtigsten Indizes nach einem Rekordlauf nur geringe Bewegungen verzeichneten. Anleger sind vorsichtig und warten auf das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Das Zusammentreffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am vergangenen Freitag brachte keine neuen Impulse für ein Ende des Ukraine-Krieges. Die Perspektiven über den Friedensprozess sind derzeit stark unterschiedlich.
Ein weiterer Anlass zur Zurückhaltung ist das bevorstehende Notenbankentreffen in Jackson Hole, das am Donnerstag startet. Investoren erwarten gespannt die Rede von US-Notenbankchef Jerome Powell, die Einblicke in die künftige US-Geldpolitik liefern soll. Die Mehrheit der Analysten rechnet während der nächsten Sitzung mit einer Senkung des Leitzinses um 0,25 Prozentpunkte, wobei eine drastischere geldpolitische Lockerung aktuell nicht erwartet wird.
Auf dem Parkett zeigte der Dow Jones Industrial ein Minus von 0,1 Prozent bei 44.915 Punkten. Eine Bestmarke hatte der Dow zu Beginn der letzten Handelswoche erreicht, konnte diese Gewinne jedoch nicht vollständig halten. Der S&P 500 schloss mit einem leichten Verlust von 0,1 Prozent bei 6.443 Punkten, während der Nasdaq 100 um 0,2 Prozent auf 23.669 Punkte nachgab, obwohl er am Mittwoch seinen Höchststand vermeldet hatte.
Im Fokus stand Boeing mit einem Minus von 1,7 Prozent, nachdem eine Boeing 757 in Griechenland wegen einer möglichen Triebwerksstörung notlanden musste. Unitedhealth konnte hingegen um 3,2 Prozent zulegen, angetrieben von einem Großinvestment durch Berkshire Hathaway. Dahingegen verzeichnete Meta im S&P 100 ein Minus von 2,3 Prozent und Intel verlor 3,5 Prozent, aufgrund von Spekulationen über eine potenzielle Beteiligung der Trump-Regierung.
Auch die Solaraktien erlebten positive Bewegungen dank weniger strenger als erwarteter Regeln für Subventionen. Enphase, First Solar und Sunrun erlebten deutliche Kursgewinne. Interesse weckten zudem die Aktien von Dayforce, die um 27 Prozent stiegen, ausgelöst durch Übernahmegespräche durch Thoma Bravo.

