Börsenaufschwung trotz Zollstreitigkeiten – US-Märkte trotzen negativen Vorzeichen
Die US-amerikanischen Aktienmärkte zeigen sich zur Wochenmitte unerwartet widerstandsfähig, trotz vorbörslicher Hinweise auf eine negative Entwicklung. Der Dow Jones Industrial stieg im frühen Handel um 0,4 Prozent und erreichte 37.805 Punkte. Auch der umfassende S&P 500 verzeichnete ein Plus von 0,8 Prozent und kletterte auf 5.023 Zähler. Besonders dynamisch zeigte sich der technologieorientierte Nasdaq 100, der um 1,5 Prozent auf 17.344 Punkte zulegte.
Im Hintergrund der Börsenschwankungen steht der sich verschärfende Zollstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China. Peking reagierte auf die neuesten US-Zölle von 50 Prozent mit einer gleichwertigen Maßnahme. Die neuen Gegenzölle erhöhen das Niveau auf insgesamt 84 Prozent und treten bereits am Donnerstag in Kraft.
Analyst Jens Klatt vom Broker XTB äußerte Besorgnis über die instabile Lage der Finanzmärkte. Die jüngsten Turbulenzen werden durch stark gestiegene Renditen von US-Staatsanleihen verschärfte, die von vier auf 4,5 Prozent gestiegen sind. Während die Federal Reserve sich laut Klatt mit öffentlichen Äußerungen zurückhält, reagieren die Märkte teils panisch.
Auch der US-Dollar schwächelte am Mittwoch erneut, was die Unsicherheit weiter nährte.

