Börsen starten optimistisch ins neue Jahr: Europa sieht Rekorde und Innovationen
Mit einem schwungvollen Auftakt starteten die europäischen Börsen ins neue Jahr. Sowohl der EuroStoxx 50 als auch der britische FTSE 100 schraubten ihre Werte auf Rekordhöhen. Während Investoren in ganz Europa am Freitag positive Entwicklungen verzeichneten, raten Marktbeobachter dazu, die Euphorie nicht zu überbewerten. Traditionell sind die Handelsumsätze um den Jahreswechsel herum gering, weshalb Kursbewegungen heftiger ausfallen können. Experten von Activtrades wiesen darauf hin, dass viele institutionelle Anleger und große Player der Wall Street erst in der kommenden Woche wieder voll engagiert sein werden.
Der EuroStoxx 50 legte um 1,02 Prozent zu und schloss bei 5.850,38 Punkten. Zwischenzeitlich erreichte der Index kurz nach dem Start der US-Börsen ein neues Höchstniveau von über 5.862 Zählern. Auch die Wall Street und insbesondere die technologieorientierte Nasdaq profitierten von einem erneuten Optimismus, der von Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz getragen wurde, bevor dann Gewinnmitnahmen einsetzten.
Unterdessen überschritt der FTSE 100, auch als „Footsie“ bekannt, erstmals die Marke von 10.000 Punkten und endete mit einem Plus von 0,20 Prozent bei 9.951,14 Zählern. In der Schweiz blieben die Börsen zum Jahreswechsel noch geschlossen.
In Europa zeigten sich am Freitag vor allem Auto- und Technologiewerte als die Gewinner. Defensive Sektoren verloren hingegen an Boden. Besonders herausragend war die Performance von ASML, das mit einem Anstieg von 7,0 Prozent die Spitze im EuroStoxx einnahm. STMicro stieg in Paris um 4,5 Prozent, was auf positive Impulse aus Asien zurückzuführen war. Die Aktien von Samsung erreichten in Seoul ein Rekordhoch, und der erfolgreiche Börsengang von Biren Technology in Hongkong sorgte für zusätzlichen Antrieb.
Im Automobilsektor lagen die Augen auf den E-Autobauern Tesla und BYD. Während BYD mit steigenden Verkaufszahlen sowohl im Schlussquartal 2025 als auch im Gesamtjahr beeindruckte und fast 2,3 Millionen reine Elektrofahrzeuge auslieferte, enttäuschte Tesla durch rückläufige Verkaufszahlen im letzten Quartal 2025, die auch die unternehmenseigene Prognose verfehlten.

