Boehringer Ingelheim plant Markteinführungen in den USA und expandiert international
Der deutsche Pharmakonzern Boehringer Ingelheim hat ehrgeizige Pläne für das zweite Halbjahr 2025 und bereitet sich auf die Markteinführung zweier vielversprechender Produkte in den Vereinigten Staaten vor. Im Fokus stehen das innovative Krebsmedikament Zongertinib und Nerandomilast, eine neuartige Behandlung gegen Lungenfibrose. Zusätzlich zu den USA laufen Zulassungsverfahren für Zongertinib in Japan und China sowie für Nerandomilast in der EU, China und Japan.
Im ersten Halbjahr 2025 trieben bewährte Präparate das Wachstum bei Boehringer Ingelheim. Hervorzuheben sind Jardiance, mit beeindruckenden Einnahmen von 4,3 Milliarden Euro, sowie das Lungenmittel Ofev, das 2,0 Milliarden Euro zum Umsatz beitrug. Der Gesamtkonzernumsatz stieg um 6,3 Prozent auf etwa 14,0 Milliarden Euro. Für das gesamte Jahr erwartet der Konzern weiterhin steigende Nettoumsätze, obwohl Halbjahresgewinne nicht ausgewiesen wurden.
Innerhalb der Humanpharma-Sparte erzielte das Unternehmen 11,3 Milliarden Euro Umsatz, ein Plus von 5,7 Prozent. Angesichts fortgeschrittener klinischer Studien sind in den nächsten fünf Jahren weitere Produkteinführungen denkbar. Im Bereich Tiergesundheit verzeichnete der Konzern ein Umsatzwachstum von 7,6 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro, was auf die positive Entwicklung von Nexgard, einem Antiparasitenmittel für Haustiere, zurückgeführt wird.
Zusätzlich investiert Boehringer Ingelheim zukunftsorientiert in eine neue Produktionseinheit im japanischen Yamagata für die Regionen Asien und Ozeanien. Parallel dazu wird das Produktionsnetz in den USA gestärkt, um den Auswirkungen des Handelskonflikts mit den Vereinigten Staaten zu begegnen.

