Bitcoins Rekordquartal von Elite-Medien ignoriert – Wer ist wirklich uninformiert?

Das Marktforschungsunternehmen Bitcoin Perception berichtete, dass die Berichterstattung der Mainstream-Medien über Bitcoin im zweiten Quartal 2025 weiterhin stark polarisiert blieb. Insgesamt wurden 1.116 Artikel in 18 großen Medien veröffentlicht, die 31% positive, 41% neutrale und 28% negative Stimmung zeigten.
Das Unternehmen hob hervor, dass es eine auffallende Lücke in der Berichterstattung von führenden Finanzpublikationen gibt. So veröffentlichte das Wall Street Journal lediglich zwei Artikel über Bitcoin, die Financial Times 11 und die New York Times ebenfalls 11, obwohl Bitcoin als der bestperformende Vermögenswert des vergangenen Jahrzehnts hervorging und Milliarden in Unternehmensschatzkammern flossen, begleitet von Rekordvolumina bei ETFs.
Lücken füllen
Der Bericht enthüllte, dass finanzielle Medien mit hohem Volumen wie Forbes, CNBC und Barron’s umfassend berichteten und damit eine sichtbare Lücke in den Narrativen schufen. Forbes veröffentlichte beispielsweise 194 Artikel mit 43% positiver Stimmung, insbesondere hinsichtlich der Einzelhandels- und institutionellen Adoption, wobei Bitcoin-bezogene Mining-Geschichten eine positive Stimmung von 71,4% erhielten.
CNBC veröffentlichte 141 Artikel mit 42% positiver Stimmung und hob Bitcoins Rolle im Banken-, Finanz- und Investmentbereich hervor. Bitcoin Perception beschrieb diese Berichterstattung als im Einklang mit den Marktentwicklungen stehend und nicht mit der "institutionellen Orthodoxie".
In der Zwischenzeit veröffentlichte Fortune 117 Artikel mit einer ausgewogenen Stimmung von 25% positiv und 18% negativ und bewahrt Skepsis bei der Berichterstattung über Bitcoins wachsende Rolle auf dem Markt.
Barron’s veröffentlichte 65 Artikel mit einer Stimmung, die fast gleich aufgeteilt war: 25% positiv und 27% negativ, was einen bemerkenswerten Unterschied zu dem geringen Volumen der Muttergesellschaft WSJ zeigt.
Traditionelle Nachrichtenmedien wie The Independent und Fox News publizierten hingegen 45 bzw. 32 Bitcoin-Artikel und hielten eine überwiegend negative Haltung bei, während sie Bitcoins Relevanz dennoch anerkannten. The Independent verzeichnete 42% negative Stimmung, insbesondere im Bereich von Kriminalität, Recht und Cybersicherheit, während Fox News ein konfliktreiches Narrativ mit 38% negativer Stimmung beibehielt.
Straußenstrategie
Bitcoin Perception argumentierte, dass die begrenzte Berichterstattung von Elite-Finanzmedien institutionelle Zurückhaltung widerspiegelt und nicht Bitcoin’s Legitimitätsprobleme. Dies wurde als "Straußenstrategie" beschrieben, die eine Informationsasymmetrie für institutionelle Investoren schafft, die auf diese Medien für Marktinformationen angewiesen sind.
Der Bericht stellt fest, dass, obwohl WSJ und FT minimal über Bitcoin berichteten, andere Medien bedeutende Entwicklungen in der digitalen Vermögenswert-Ökonomie dokumentierten. Diese Medien ersetzen dabei effektiv traditionelle Finanzmedien, um Investoren über eine wichtige Anlageklasse zu informieren.
Die Unterschiede in der Berichterstattung und Stimmung, so der Bericht, zeigen, dass während Bitcoin weiterhin traditionelle Vermögenswerte übertrifft, die "willentliche Blindheit" von Elite-Finanzpublikationen scharf mit der konstruktiven, umfangreichen Berichterstattung von Medien wie Forbes und CNBC kontrastiert, wodurch sowohl Risiken als auch Chancen für institutionelle Positionierungen im digitalen Vermögenswertmarkt entstehen.

