Bitcoin unter Druck: Kryptowährung verliert Boden, Gold auf Höhenflug
Der Bitcoin-Kurs ist am Montag spürbar gefallen und erreichte das niedrigste Niveau seit Anfang Dezember. Die bekannteste Kryptowährung verzeichnete am späten Nachmittag einen Verlust von mehr als zwei Prozent und fiel auf etwas über 86.000 US-Dollar. Seit dem Spitzenwert im Dezember der letzten Woche ist der Bitcoin um fast 9.000 Dollar oder etwa zehn Prozent gesunken.
Nach Einschätzung von Timo Emden, einem Experten für Digitalwährungen, tragen wichtige in dieser Woche erwartete Konjunkturdaten zur Nervosität der Anleger bei. In seinem Marktkommentar erklärte er, dass viele Investoren ihre Positionen abbauen oder abwarten, um keine Fehlentscheidungen zu treffen. Das zögerliche Verhalten wird durch die unklare Haltung der US-Notenbank zur zukünftigen Geldpolitik weiter verstärkt. Ohne klare Signale bleibt vielen Anlegern der Mut zu neuen Investitionen aus, obwohl noch vor kurzem von einer möglichen Jahresendrallye die Rede war. Die Enttäuschung über geldpolitische Entscheidungen könnte den Bitcoin weiterhin anfällig für makroökonomische Entwicklungen und kurzfristige Marktschwankungen machen.
Bisher im Jahr 2023 ist der Bitcoin-Kurs um etwa acht Prozent gesunken, was im Vergleich zu anderen Anlageklassen wie Gold eine schwache Entwicklung darstellt. Gold hingegen zählt in unsicheren Zeiten oft als sicherer Hafen. Der Preis für eine Feinunze erhöhte sich, trotz leichter Verluste am Montagnachmittag, ungefähr um 64 Prozent seit Jahresbeginn und steuert auf das größte Jahresplus seit 1979 zu. Zunächst stieg der Goldpreis am Montag um bis zu 1,2 Prozent auf 4.350 Dollar und näherte sich damit dem Rekordhoch von über 4.380 Dollar aus dem Oktober, bevor er am Nachmittag ins Minus drehte.

