Bitcoin steigt, während Gold die schlechteste Woche seit 1983 verzeichnet

Während Bitcoin an Wert gewinnt, erlebt Gold einen dramatischen Rückgang. Diese Entwicklung ist besonders bemerkenswert angesichts der eskalierenden Konflikte im Nahen Osten. Seit die USA und Israel Ende Februar Angriffe auf den Iran gestartet haben, haben sich die beiden als Wertspeicher konkurrierenden Anlagen in entgegengesetzte Richtungen entwickelt.
Bitcoin gewinnt, Gold verliert
Seit den ersten Angriffen ist der Bitcoin-Kurs um mehr als 11% auf etwa $70.650 gestiegen. Im Gegensatz dazu hat Gold über 12% von seinem Höchststand verloren. Berichten zufolge hat sich die Kryptowährung trotz des zunehmenden Kriegsdrucks besser als erwartet gehalten, was in den Finanzmärkten, die noch immer versuchen, die wirtschaftlichen Auswirkungen des Konflikts zu verstehen, Aufmerksamkeit erregt hat.
Die Verluste von Gold haben sich in dieser Woche beschleunigt. Allein am Freitag fiel der Goldpreis um 3,4% und schloss bei etwa $4.480 pro Unze. Für die gesamte Woche vom 16. bis 20. März erreichte der Rückgang 10% – der stärkste wöchentliche Rückgang seit 1983, wie von TradingView bestätigte Daten zeigen.
Dieser Rückgang übertraf sogar den starken Einbruch Ende Januar, als Gold innerhalb weniger Tage Hunderte von Dollar verlor und mehr als $2 Billionen an Marktwert innerhalb von Wochen nach Erreichen von $5.500 pro Unze vernichtete.
Fed signalisiert keine Zinssenkungen, zusätzlicher Druck auf Gold
Die Federal Reserve verschärft die Probleme für Gold. Fed-Chef Jerome Powell erklärte am Mittwoch, dass die steigenden Energiepreise – teilweise verursacht durch kriegsbedingte Störungen im Nahen Osten – die Inflation kurzfristig ansteigen lassen werden.
Händler haben daraufhin ihre Erwartungen für Zinssenkungen im Jahr 2025 zurückgeschraubt. Es wird nun allgemein erwartet, dass die Zinssätze das ganze Jahr über stabil bleiben.
Diese Veränderung ist für Gold von Bedeutung. Wenn die Zinssätze hoch bleiben, werden Anleihen und andere renditetragende Instrumente im Vergleich attraktiver.
Gold zahlt keine Zinsen. Es bringt keinen Ertrag, während es gehalten wird. Berichte weisen darauf hin, dass diese Dynamik die Nachfrage von institutionellen Investoren belastet hat, die das Metall ansonsten als Absicherung halten könnten.
Der Konflikt im Iran hat auch den Ölfluss durch die Straße von Hormus gestört, einen der weltweit wichtigsten Schifffahrtswege. Diese Störung hat Ängste vor einer langanhaltenden Energiekrise geschürt und zusätzliche Unsicherheit in ohnehin schon angespannten globalen Märkten verursacht.
US-Präsident Donald Trump erklärte am Freitag, er erwäge, sich aus den militärischen Operationen in der Region zurückzuziehen. Gleichzeitig haben die USA Tausende zusätzlicher Truppen in den Nahen Osten entsandt, und die Luftangriffe haben angehalten. Die widersprüchlichen Signale lassen die Märkte über die nächsten Schritte im Unklaren.

