US-Zwischenwahlen und Krypto: Warum Marktschwankungen oft einem Bitcoin-Anstieg vorausgehen

Die US-Zwischenwahlzyklen sind historisch mit erhöhter Volatilität an den Finanzmärkten verbunden. Laut einem neuen Bericht von Binance Research verzeichnete der S&P 500 durchschnittliche Rückgänge von etwa 16% vom Höchst- zum Tiefpunkt.
In den Zwischenwahljahren zeigen die Märkte typischerweise die schwächste Performance innerhalb des vierjährigen US-Präsidentschaftszyklus. Politische Unsicherheiten im Zusammenhang mit den Wahlen belasten die Anlegerstimmung. In sieben der letzten zehn Zwischenwahlzyklen verzeichneten die Aktienmärkte Korrekturen von mehr als 10%, da politische Risiken das Marktverhalten beeinflussten.
Politische Unsicherheit erschüttert die Märkte
Digitale Vermögenswerte zeigen in diesen Zeiten ein ähnliches Muster. Laut der Analyse bewegt sich Bitcoin historisch in enger Korrelation mit Aktien während der Zwischenwahlzyklen. Seit 2014, das aufgrund früherer Liquiditätsbeschränkungen als erster bedeutender Zyklus im Kryptomarkt gilt, verzeichnete BTC in den Zwischenwahljahren durchschnittlich einen Rückgang von etwa 56% über die drei abgeschlossenen Zyklen.
Trotz dieser historischen Schwäche in solchen Jahren zeigt die Forschung, dass es ein konsistentes Muster starker Marktperformance gibt, sobald die politische Unsicherheit beseitigt ist. Daten aus dem Bericht zeigen, dass die 12 Monate nach den US-Zwischenwahlen seit 1939 in jedem Fall positive Renditen für den S&P 500 erbracht haben. In diesem Zeitraum erzielte der Index durchschnittlich einen Gewinn von etwa 19% im Jahr nach der Wahl.
Auch Bitcoin verzeichnete in allen drei Jahren nach den Zwischenwahlen Gewinne und erzielte in diesen Perioden eine durchschnittliche Rendite von etwa 54%. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Märkte oft erholen, sobald die Wahlergebnisse klar sind und die Anleger mehr Klarheit über die politische und politische Landschaft gewinnen.
Der Bericht beschreibt das Muster als einen wiederkehrenden Zyklus, in dem die Volatilität im Wahljahr von einer Phase stärkerer Performance für Risikoanlagen gefolgt wird, da die Unsicherheit schwindet und Kapital in den Markt zurückkehrt.
Die Analyse erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die globalen Märkte bereits mit großer Volatilität konfrontiert sind, die durch geopolitische Spannungen und makroökonomische Bedenken verursacht wird. Eskalierende Entwicklungen im Nahen Osten, einschließlich Störungen im Zusammenhang mit der Straße von Hormus, haben Ängste vor Angebotsschocks auf den globalen Energiemärkten geschürt und zu starken Schwankungen der Ölpreise beigetragen.
Nächster Katalysator
Gleichzeitig richten sich alle Augen auf die bevorstehenden US-Inflationsindikatoren, einschließlich der Daten zum Verbraucherpreisindex und zu den persönlichen Konsumausgaben, die die Erwartungen an zukünftige geldpolitische Entscheidungen beeinflussen könnten.
Binance Research erklärte, dass die aktuellen Marktbedingungen auch durch erhöhte Hebelwirkung unter den Anlegern und negative Gamma-Positionierungen bei Market Makern sowohl in den Aktien- als auch in den Kryptowährungsmärkten geprägt sind. Diese Faktoren können Preisbewegungen verstärken, wenn die Märkte auf geopolitische oder makroökonomische Entwicklungen reagieren.
Obwohl die kurzfristigen Risiken bestehen bleiben, folgten Phasen erhöhter politischer und makroökonomischer Unsicherheit oft einer stärkeren Performance, sobald die Hauptquellen der Unsicherheit gelöst sind.

