Bitcoin erreicht seltene Zone im Vergleich zu Gold, sagt Fidelity

Der fünfjährige durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) von Bitcoin ist laut Fidelity Digital Assets zum zweiten Mal in seiner Geschichte unter den von Gold gefallen. Dies markiert einen ungewöhnlichen Moment für eine Anlage, die lange Zeit durch ihre überdurchschnittlichen langfristigen Renditen definiert wurde. Für die Märkte ist dieses Signal nicht nur ein Indikator für die relative Performance gegenüber Gold, sondern auch für das, was ein langsameres Wachstumsprofil über den aktuellen Marktzyklus von Bitcoin aussagen könnte.
In einem neuen Segment von Chart Chatter erklärte Zack Wainwright, Forschungsanalyst bei Fidelity Digital Assets, dass der fünfjährige CAGR von Bitcoin im Laufe der Zeit gesunken ist, während der Preis der Anlage gestiegen ist. Diese Dynamik hat nun zu einem seltenen Überschneidungspunkt geführt. **"What we are seeing now in early 2026 is Bitcoin’s CAGR falling below Gold’s 5-year CAGR for just the second time in Bitcoin’s history,"** sagte Wainwright. **"We have now seen three straight months to start the year of CAGR below Gold’s."**
Was das für Bitcoin bedeutet
Dies ist die zentrale Statistik in Fidelitys Darstellung. Bitcoin hat den Großteil seiner Geschichte auf einer fünfjährigen kumulierten Basis komfortabel vor Gold verbracht, was den Bruch im Januar an sich schon bemerkenswert machte. Die Tatsache, dass dies nun drei Monate in Folge anhält, verleiht der Bewegung mehr Gewicht, insbesondere in einer Zeit, die Fidelity ausdrücklich als Bärenmarkt beschreibt.
Wainwright verband die letzte vergleichbare Episode mit dem Ende des vorherigen Zyklus. **"Back in 2022, we saw one such month of this occurring in December 2022, when Bitcoin’s price was bottoming out in the bear market around $15,000,"** sagte er. **"We are now once again in a bear market and below that CAGR for a longer stretch this time of three months."**
In Fidelitys Darstellung ist der Rückgang unter Gold selten, aber er ist auch schon einmal während eines Moments akuter Marktschwäche aufgetreten. Der Unterschied diesmal ist die Dauer. Ein Monat Ende 2022 könnte als kurze Verzerrung in der Nähe eines Zyklustiefs abgetan werden. Drei aufeinanderfolgende Monate Anfang 2026 deuten auf eine nachhaltigere Kompression im langfristigen Renditeprofil von Bitcoin hin.
Gleichzeitig stellte Fidelity den Überschneidungspunkt nicht als Beweis dar, dass Bitcoin seinen charakteristischen Vorteil insgesamt verloren hat. Wainwright betonte das historische Gleichgewicht. **"Overall, Bitcoin has remained above Gold’s CAGR for the majority of its history,"** sagte er. **"So this is truly a unique instance and occurrence in Bitcoin, where it is now below the CAGR of Gold."**
Auch die Seite von Gold im Vergleich ist wichtig. Der Spotpreis von Gold schloss am 18. März 2024 bei $2.156,61 pro Unze, stieg dann auf $2.999,96 am 18. März 2025 und lag bei $5.012,45 am 17. März 2026. Das entspricht einem Anstieg von etwa 67,1% im letzten Jahr und rund 132,4% über zwei Jahre — ein Anstieg, der erklärt, warum der fünfjährige CAGR von Bitcoin nun unter den von Gold gefallen ist.
Derzeit ist die Schlussfolgerung klar: Bitcoin hat immer noch die stärkere Langzeitbilanz gegenüber Gold in den meisten seiner Geschichte, aber Anfang 2026 hat eine seltene Ausnahme hervorgebracht. Ob dies eine weitere Anomalie am Ende eines Bärenmarktes oder ein frühes Zeichen für ein reiferes, langsamer wachsendes Bitcoin ist, ist die Frage, die Fidelity nun klar vor den Markt gestellt hat.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wurde BTC bei $74.015 gehandelt.

