Bitcoin erklimmt neue Höhen: US-Politik beflügelt Rekordkurs
Im frühen Handel hat die Kryptowährung Bitcoin neue Rekorde erreicht und damit abermals die Finanzmärkte in Aufregung versetzt. Auf der Handelsplattform Bitstamp stieg der Bitcoin-Kurs kurzzeitig auf beeindruckende 111.888 US-Dollar an, bevor er bei 111.500 US-Dollar ein wenig nachgab. Analysten staunen über das neue Allzeithoch und beschreiben Bitcoin nicht mehr als ein Nischenphänomen.
Der CEO der Kryptobörse Bitpanda, Eric Demuth, sieht darin einen Wendepunkt. „Bitcoin hat sich vom Peak zum Fundament entwickelt“, erklärt er und verweist auf den strategischen Stellenwert, den die USA mittlerweile digitalen Assets beimessen. Das neue Kursniveau resultiert aus einer Debatte im US-Senat über die Regulierung von Kryptowährungen, die Hoffnung auf politische Unterstützung und weniger Restriktionen schürt.
Begünstigt wurde der Höhenflug durch die jüngsten politischen Entwicklungen in den USA. Seit der Wahl Donald Trumps zum Präsidenten ist der Bitcoin um etwa 60 Prozent gestiegen. Trump, der als Unterstützer von Kryptowährungen gilt, hatte im Wahlkampf angekündigt, Regulierungen zu lockern und staatliche Reserven in Bitcoin aufzubauen. Seine Amtszeit war jedoch nicht frei von Belastungen für den Bitcoin-Kurs, der durch einen Handelskonflikt mit China im April zwischenzeitlich auf 74.000 US-Dollar fiel.
Dank jüngster Fortschritte in den Verhandlungen zwischen den USA und China wurde diese Phase der Schwäche überwunden und der Bitcoin festigte seine beherrschende Stellung auf dem Kryptowährungsmarkt, welcher insgesamt eine Marktkapitalisierung von 3,5 Billionen US-Dollar erreicht hat.

