Bitcoin-Bullenritt: Zwischen Rekorden und regulatorischen Gewitterwolken
Die Kryptowährung Bitcoin erlebt derzeit ein Wechselbad der Gefühle. Nachdem sie jüngst die beeindruckende Marke von mehr als 123.000 US-Dollar erreichte, fiel der Kurs rasch zurück und fand erst bei knapp über 119.000 Dollar seinen vorläufigen Halt. Zu Beginn der Woche stabilisierte sich der Wert des Bitcoin auf etwa 120.000 Dollar, womit er weiterhin auf hohem Niveau bleibt.
Timo Emden von Emden Research weist auf Anzeichen einer Überhitzung hin. Trotz atemberaubender Kursstände hinterlassen ausbleibende großflächige Gewinnmitnahmen einen optimistischen Eindruck eines robusten Risikoappetits unter den Anlegern. Doch entscheidend könnten die bevorstehenden Beratungen im US-Kongress über regulatorische Anpassungen für den Krypto-Markt sein. Diese "Crypto Week" könnte neue Weichen für die Branche stellen und möglicherweise den Vereinigten Staaten einen Innovationsvorsprung verschaffen. Allerdings mahnen Experten zur Besonnenheit: Ein zu schnelles Abschmelzen der regulatorischen Hürden birgt die Gefahr eines unkontrollierten Markts.
Analystin Rachael Lucas von der Handelsplattform BTC Markets bleibt wachsam, was kurzfristige Gewinnrealisationen betrifft. Dennoch zeigt sie sich von der beständigen Nachfrage nach börsengehandelten Bitcoin-Fonds überzeugt. Diese Anlagen könnten die jüngste Aufwärtsbewegung weiter unterstützen.
Seit der Wiederwahl Donald Trumps, einem prominenten Befürworter von Kryptowährungen, machte Bitcoin eine wagemutige Rallye durch. Der Kurs, der sich früher in einer engeren Spanne bewegte, konnte in der Trump-Ära um etwa 75 Prozent zulegen.

