Investmentweek

Bitcoin-Bilanzen entzaubert – jede vierte Firma weniger wert als ihre Coins

21. September 2025, 10:00 Uhr · Quelle: InvestmentWeek
Ein Viertel der börsennotierten Unternehmen mit Bitcoin-Beständen notiert unter deren Wert, wie K33 Research zeigt. Dies deutet auf eine Rückkehr zu rationalerem Marktdenken hin.

Wenn Coins mehr wert sind als das Unternehmen

Der Traum war simpel: Firmen kauften Bitcoin, ließen die Kurse für sich arbeiten und profitierten von der Euphorie. Doch die Realität sieht bitter aus. Laut K33 Research wird inzwischen ein Viertel aller börsennotierten Unternehmen mit nennenswerten Bitcoin-Beständen an der Börse unter dem reinen Wert ihrer Krypto-Schätze gehandelt.

Der sogenannte Market-to-Net-Asset-Value (mNAV) rutscht bei diesen Firmen unter eins – ein klarer Hinweis auf Misstrauen der Investoren.

NAKA als Paradebeispiel für den Absturz

Besonders drastisch ist der Fall von NAKA, einem Fusionsvehikel von KindlyMD und Nakamoto Holdings. Der Aktienkurs stürzte um 96 Prozent ab, der Multiplikator kollabierte von absurden 75 auf nur noch 0,7. Der Markt hat die Fantasie von endlosem Bitcoin-Wachstum brutal einkassiert.

Auch andere bekannte Namen, darunter Twenty One – mit Tether-Unterstützung – oder Semler Scientific, notieren inzwischen unterhalb ihres reinen Bitcoin-Wertes.

Selbst MicroStrategy verliert den Glanz

Michael Saylors MicroStrategy galt lange als Blaupause für Bitcoin-Treasury-Strategien. Doch selbst der Primus ist unter Druck. Der Aufschlag auf den Bitcoin-Wert der Bilanz liegt nur noch bei 1,26 – der niedrigste Wert seit März 2024.

Für neue große Bitcoin-Käufe über Kapitalerhöhungen wird es damit zunehmend eng. Die Einkaufslust der „Bitcoin-Schatzmeister“ ist bereits eingebrochen: Im September erwarben sie im Schnitt nur noch 1.428 BTC pro Tag – das schwächste Niveau seit Monaten.

Von der Prämie zur Last

Was einst als cleverer Balance-Sheet-Trick gefeiert wurde, entpuppt sich als zweischneidiges Schwert. Investoren fragen sich, warum sie für Firmenanteile mehr bezahlen sollten als für die Coins, die in der Bilanz liegen.

Die Verwaltungskosten, Beraterhonorare und komplexen Strukturen solcher Vehikel wirken plötzlich wie Ballast. Analyst Vetle Lunde bringt es auf den Punkt: Nur wenn das operative Geschäft direkt von Bitcoin profitiert, rechtfertigt sich überhaupt eine Prämie.

Ein Markt kehrt zurück zur Normalität

Für den Bitcoin-Kurs könnte die Entwicklung heilsam sein. Statt künstlicher Nachfrage durch börsennotierte Firmen dürfte künftig stärker die organische Nachfrage zählen – von ETFs, institutionellen Anlegern und Privatinvestoren. Die Blase der „Bitcoin-Treasury-Fantasie“ platzt – und hinterlässt einen nüchterneren, rationaleren Markt.

Finanzen / Krypto / Bitcoin / Unternehmen / Markt
[InvestmentWeek] · 21.09.2025 · 10:00 Uhr
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