Bitcoin-Bärenmarkt hält an: Analysten warnen vor Kursrückgang unter 50.000 $
Nach einer mehrtägigen Aufwärtsbewegung hat die führende Kryptowährung Bitcoin erneut an Schwung verloren und ist unter die Marke von 70.000 $ gefallen. Zahlreiche Analysten warnen, dass die Bären weiterhin den Markt dominieren und in naher Zukunft mit deutlich stärkeren Kursrückgängen zu rechnen ist.
Wo liegt der Boden?
Die jüngste Sitzung des Federal Open Market Committee (FOMC) und insbesondere die anschließende Rede von Fed-Chef Jerome Powell haben Bitcoin einen Dämpfer verpasst. Anfang der Woche erreichte der Kurs noch 76.000 $, den höchsten Stand seit Februar. Die US-Zentralbank hat die Zinssätze zum zweiten Mal in diesem Jahr unverändert gelassen, während Powell erklärte, dass die hartnäckige Inflation weiterhin ein Problem für die US-Wirtschaft darstellt. Zudem erwähnte er den militärischen Konflikt im Iran und die steigenden Benzinpreise als weitere Herausforderungen.
Diese Kommentare wirkten sich negativ auf den Kryptowährungsmarkt aus, dessen Gesamtmarktkapitalisierung erneut unter 2,5 Billionen $ fiel. Der Bitcoin-Kurs sank zeitweise auf 69.500 $ und kämpft derzeit darum, sich über dieser Marke zu halten.
Mehrere Analysten haben sich zur aktuellen Bitcoin-Performance geäußert und Parallelen zu früheren Kurszyklen gezogen. Ein Nutzer auf der Plattform X, Ted, wies darauf hin, dass die aktuelle Struktur stark dem Muster von 2022 ähnelt, das letztlich zu einem Rückgang auf etwa 16.000 $ führte. Sollte sich dieses historische Muster wiederholen, könnte der Kurs in naher Zukunft unter 50.000 $ fallen.
Ein weiterer Analyst, bekannt als bee, vertritt eine ähnliche These. Er schlug vor, dass der Anstieg auf fast 76.000 $ ein "Fakeout" und eine Bullenfalle war, und behauptete, dass "wir uns immer noch in einem Bärenmarkt befinden" und der Kurs in den kommenden Monaten auf bis zu 46.760 $ sinken könnte. Leshka.eth schloss sich den Pessimisten an und prognostizierte einen Rückgang auf fast 53.000 $ im Sommer.
Die bullische Perspektive
Allerdings gibt es auch positive Signale, die auf eine mögliche Erholung von Bitcoin hindeuten. So haben Wale innerhalb einer Woche 40.000 Einheiten gekauft, möglicherweise in Erwartung eines weiteren Kursanstiegs. Gleichzeitig verzeichnen Spot-Bitcoin-ETFs starke Zuflüsse, was auf eine wachsende institutionelle Nachfrage hindeutet.
Auch die Anzahl der auf Krypto-Börsen gehaltenen Coins ist erwähnenswert. Diese Zahl ist in letzter Zeit kontinuierlich gesunken und erreichte heute (19. März) ein neues Sechsjahrestief von etwa 2,723 Millionen. Dies deutet darauf hin, dass viele Investoren zentrale Plattformen verlassen und ihre Bestände in Eigenverwahrung überführen, wodurch der unmittelbare Verkaufsdruck reduziert wird.
Unterdessen erwarten einige Analysten, wie Ali Martinez, einen signifikanten Preisanstieg basierend auf bestimmten Marktformationen. Vor wenigen Tagen stellte er fest, dass die Finanzierungsraten von Bitcoin negativ geworden sind, was in der Vergangenheit immer ein Vorbote für eine "große Erholungsrallye" war. Martinez erinnerte daran, dass im August 2023 eine solche Entwicklung zu einem enormen Preisanstieg von 176 % für Bitcoin führte.

