Biontech und Curevac: Patentstreit beigelegt, Übernahme auf Kurs
Der lange andauernde Konflikt zwischen den Impfstoffherstellern Biontech und Curevac um Corona-Impfstoffpatente ist vor der geplanten Übernahme von Curevac durch Biontech harmonisch beigelegt worden. Die Einigung sieht vor, dass Biontech eine beträchtliche Summe an vereinbarten Zahlungen an Curevac und dessen britischen Partner GlaxoSmithKline leistet. Mit der Übernahmefrist bis zum Jahresende soll der Zusammenschluss der beiden deutschen Unternehmen aus Tübingen und Mainz reibungslos vonstatten gehen.
Ein finanziell bedeutender Bestandteil der Einigung umfasst eine Zahlung von insgesamt 740 Millionen US-Dollar von Biontech an Curevac und GSK, die je zur Hälfte an die beiden Unternehmen aufgeteilt wird. Zusätzlich hat Biontech ab 2025 zugestimmt, eine Lizenzgebühr von 1 Prozent der Umsätze mit Covid-19-Impfstoffen in den USA an Curevac zu entrichten. Im Gegenzug wird Curevac 50 Millionen US-Dollar an GSK überweisen.
Ein weiterer zentraler Punkt der Vereinbarung ist die nicht-exklusive Lizenz für Biontech und dessen Partner Pfizer zur Herstellung und zum Verkauf von mRNA-basierten Covid-19- und Influenza-Produkten in den USA, die nach Abschluss der Übernahme durch eine globale Lizenz ersetzt wird.
Während der Pandemie lieferten sich Biontech und Curevac ein heißes Rennen um die Entwicklung eines Corona-Impfstoffes. Biontech konnte sein Produkt erfolgreich auf dem Markt etablieren und hohe Umsätze erzielen, wohingegen Curevac an einem rechtzeitigen Markteintritt scheiterte und in der Folge auf eine Beteiligung an den Erlösen pochte, da es Verletzungen seiner geistigen Eigentumsrechte sah. Biontech betonte jedoch, dass die aktuelle Einigung kein Schuldeingeständnis sei.

