Bilfinger trotzt volatilen Märkten und meldet starkes Wachstum
Der Industriedienstleister Bilfinger kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2024 zurückblicken. Dank einer anhaltend hohen Nachfrage und der erfolgreichen Integration eines jüngst erworbenen Unternehmens meldet der MDax-notierte Konzern aus Mannheim deutliche Zuwächse bei Umsatz und operativem Ergebnis. Die Erwartungen für das Jahr 2025 sind optimistisch, da Bilfinger weiteres Wachstum anstrebt.
Im Börsenhandel setzte die Aktie ein Ausrufezeichen: Zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt überschritt der Kurs die Marke von 60 Euro. Trotz eines leicht reduzierten Tagesgewinns von zuletzt 1,2 Prozent, hob sich das Papier positiv von einem insgesamt schwächeren Marktumfeld ab. Der MDax gab nämlich 1,6 Prozent ab, beeinflusst von der politischen Lage rund um den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump.
CEO Thomas Schulz hob die Herausforderungen hervor, denen sich Bilfinger weltweit stellen muss. Die Volatilität der Märkte und politische Rahmenbedingungen bringen vielschichtige Aufgaben mit sich. Dennoch bleibt das Unternehmen optimistisch, die gesetzten Mittelfristziele zu erreichen, was auch durch ein striktes Sparprogramm und die erfolgreiche Integration der Unternehmensteile des zugekauften Industriedienstleisters Storck gestützt wird.
Für die Aktionäre gibt es ebenfalls Anlass zur Freude. Nach der Erhöhung der Dividende auf 2,40 Euro je Aktie sollen sie direkt am Unternehmenserfolg teilhaben. Und auch mit Blick auf die politischen Entwicklungen in den USA gibt sich Schulz gelassen: Bilfinger investiert verstärkt vor Ort und bleibt von möglichen Handelskonflikten unbeeindruckt. Perspektiven für Investitionen eröffnen sich zudem in Europa, konkretisiert der Firmenchef, was in eine verhalten optimistische Sichtweise in Bezug auf die Zukunft mündet.
Gleichzeitig äußerte Schulz Bedenken über den Wirtschaftsstandort Deutschland und verwies auf eine 'faktische Deindustrialisierung'. Insbesondere die Branchen Energie und Chemie verzeichneten gravierende Einbrüche seit der Vor-Coronazeit, was nicht mehr nur als Rezession zu werten sei.

