Beruhigung am Anleihenmarkt: Trump sorgt für Entspannung im Zollstreit
Am Montag legten die Kurse deutscher Bundesanleihen leicht zu, nachdem sie bereits am Freitag deutliche Gewinne verzeichnet hatten. Diese Entwicklung folgte auf beruhigende Signale von US-Präsident Donald Trump, der im Handelskonflikt mit China versöhnliche Töne anschlug. Der richtungweisende Euro-Bund-Future stieg um 0,07 Prozent und erreichte 129,40 Punkte, während die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen auf 2,63 Prozent fiel.
Im Hintergrund stehen jüngste Spannungen in den Handelsbeziehungen zwischen den USA und China, die erneut hochgekocht waren. Trump versuchte mit einer Nachricht auf der Plattform Truth Social die Wogen zu glätten: "Machen Sie sich keine Sorgen um China, alles wird gut." Kurz zuvor hatte der Präsident jedoch für Aufsehen gesorgt, als er verkündete, die Importzölle auf chinesische Waren ab November um weitere 100 Prozent zu erhöhen. Dennoch hielten Anleger an den als sicher geltenden Anleihen fest.
In Frankreich setzt sich derweil politische Unsicherheit fort. Trotz der Ernennung von Sébastien Lecornu als neuen Premierminister bleibt das Land angespannt. Die linksgerichtete La France Insoumise (LFI) und das rechte Rassemblement National (RN) planen einen Misstrauensantrag gegen die neue Regierung, was zu einem Rückgang der Renditen französischer Staatsanleihen führte.

