Bertelsmann setzt auf Gesundheit: Wachstumschancen in neuem Sektor
Der traditionsreiche Bertelsmann-Konzern, ursprünglich stark von Medien und Druck geprägt, sieht seine Zukunft zunehmend im Gesundheitssektor. Vorstandsvorsitzender Thomas Rabe betonte das erhebliche Potenzial dieser Branche und hob hervor, dass Bertelsmann sich bereits als relevanter Akteur positioniert hat. Schon heute erreichen die Umsätze aus gesundheitsbezogenen Dienstleistungen eine Milliarde Euro. In diesem Zusammenhang ist "Gesundheit" für Bertelsmann nicht nur ein Schlagwort, sondern ein strategisches Geschäftsfeld, das durch technologische Innovationen Effizienzsteigerungen verspricht. Im Fokus stehen dabei Themen wie Digital Health und die Ausweitung der Wertschöpfungskette im Bildungsbereich mit gesundheitsbezogenen Schwerpunkten.
Der aktuelle Zollstreit der USA wirkt sich bislang nur marginal auf das Unternehmen aus. Während die Importe von Papier aus Kanada und der Export von gedruckten Büchern in die USA – nun mit etwas höheren Zöllen belastet – stattfinden, betont Rabe, dass Bertelsmann hauptsächlich in lokalen Märkten für lokale Märkte produziert, wodurch die globalen Handelskonflikte abgemildert werden.
Trotz dieser Herausforderungen konnte Bertelsmann im ersten Halbjahr ein Umsatzwachstum von über einem Prozent auf 9,1 Milliarden Euro verzeichnen. Das Konzernergebnis wurde von Währungseffekten belastet und halbierte sich auf 201 Millionen Euro. Dennoch zeigt sich das Unternehmen optimistisch und erwartet für das Gesamtjahr ein Einkommen von rund 1,5 Milliarden Euro, was eine deutliche Steigerung zum Vorjahr darstellt.

