Bernd Buchholz fordert Aufklärung über Northvolt-Finanzmittel
Der ehemalige Wirtschaftsminister Bernd Buchholz von der FDP hat die Landesregierung in die Pflicht genommen, für Transparenz über verbleibende Mittel aus der Wandelanleihe des insolventen Batterieherstellers Northvolt zu sorgen. Laut dem Landtagsabgeordneten drängte die Regierung vor einigen Wochen auf eine dringliche Entscheidung des Finanzausschusses, um die Mittel aus der Northvolt-Anleihe zu sichern. Seitdem blieben weitere Auskünfte jedoch aus. In einer Sitzung des Wirtschaftsausschusses wurde nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur über die Freigabe noch vorhandener Mittel in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe für die deutsche Tochter des Unternehmens beraten.
Northvolt hatte für den geplanten Fabrikbau in der Nähe von Heide insgesamt 600 Millionen Euro von der staatlichen Förderbank KfW in Form einer Wandelanleihe erhalten. Die Rückendeckung für diese Anleihe übernahmen Bund und Land zu gleichen Teilen. Zusätzlich waren 20 Millionen Euro für Zinsen und Verwaltungskosten angesetzt, von denen ein Teil wohl noch vorhanden ist.
Derweil plant das US-Unternehmen Lyten, sämtliche noch bestehenden Standorte von Northvolt zu übernehmen. Diese beinhalten auch die noch nicht fertiggestellte Fabrik bei Heide in Schleswig-Holstein. Obwohl die Übernahme im August angekündigt wurde, ist sie bisher nicht abgeschlossen. Buchholz erwartet von der Landesregierung Klarheit über die Ergebnisse ihrer Strategie sowie zukünftige Pläne für Northvolt Drei.

