Berlins Krisenmanagement unter Kritik: Kai Wegner im Mittelpunkt der Debatte
In Berlin regt sich Unmut über das Krisenmanagement des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner angesichts des großflächigen Stromausfalls, der die Stadt Anfang Januar erschütterte. In einer repräsentativen Umfrage von Infratest dimap für den RBB bewerteten rund zwei Drittel der Befragten Wegners Umgang mit der Krise als unzureichend. Lediglich ein Viertel der Teilnehmer zollte Wegner Anerkennung mit einer positiven Bewertung.
Besondere Kritik entzündet sich an Wegners Entscheidung, unmittelbar nach Bekanntwerden des Vorfalls eine Tennisstunde einzulegen und dies erst später zu kommunizieren. Trotz der negativen Schlagzeilen sehen 68 Prozent der Befragten darin keinen Rücktrittsgrund. Ein Viertel der Bürger ist jedoch gegenteiliger Ansicht und hält einen Rücktritt für angebracht.
Die Umfrage, durchgeführt zwischen dem 12. und 14. Januar, umfasste 1.173 Teilnehmer und erfolgte sowohl online als auch telefonisch. Das Ereignis, das Berlin in Aufruhr versetzte, war ein vermuteter Brandanschlag auf eine Kabelbrücke, der rund 100.000 Menschen zeitweise ohne Strom ließ. Seit dem 7. Januar sind alle betroffenen Haushalte und Betriebe wieder mit Energie versorgt.

