Krise und Tennismatch: Kai Wegner erhält Rückhalt von der Berliner CDU
Die Berliner CDU-Fraktion positioniert sich solidarisch mit Kai Wegner in der Kontroverse um sein Krisenmanagement während des längsten Stromausfalls in der Nachkriegsgeschichte der Hauptstadt. Mehrere Fraktionsmitglieder bestätigten der Deutschen Presse-Agentur, dass Wegners Umgang mit der schwierigen Situation breite Rückendeckung genießt. Kritische Stimmen gab es vor allem hinsichtlich der Kommunikation zu seinem Tennismatch am Samstag, welches er wenige Stunden nach Beginn des Stromausfalls absolvierte.
Ein Abgeordneter betonte: "Er hat die Krise gut gemanagt, hat sich gekümmert, er war vor Ort." Besonders im Fokus stehe nun die Aufarbeitung der Stromkrise, um entscheidende Lehren für die Zukunft zu ziehen. Wegner bekannte in einem Gespräch mit der Fraktion, dass er rückblickend offener über seine sportliche Auszeit hätte informieren sollen, um Missverständnissen vorzubeugen.
Zur Klärung der Thematik trug Wegner, designierter Kandidat der CDU für die Abgeordnetenhauswahl im September, bei, indem er das Tennisspiel, das er gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin, Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch, absolvierte, als eine Möglichkeit bezeichnete, den Kopf freizubekommen. Währenddessen mussten im Berliner Südwesten rund 100.000 Menschen ohne Strom und Heizung auskommen, während fieberhaft an Notunterkünften und Hilfemaßnahmen gearbeitet wurde. Die Ursache des Stromausfalls war ein Brandanschlag, zu dem sich eine linksextreme Gruppe bekannte.

