Berenberg senkt Daumen für K+S – Analystenwechsel sorgt für Neubewertung
Die renommierte Privatbank Berenberg hat ihr Anlagevotum für das Chemieunternehmen K+S von 'Buy' auf 'Sell' herabgesetzt. Grund hierfür ist der Wechsel in der Analystenbetreuung, bei dem Experte Sebastian Bray die Verantwortung für die Bewertung übernommen hat. Mit der drastischen Anpassung sinkt das Kursziel von bisher 17 Euro auf nunmehr 11 Euro.
Der bisherige Optimismus stützte sich auf die Annahme eines angespannten Kalidüngermarktes, der positive Effekte auf Gewinne und Cashflow erwarten ließ. Doch Bray sieht aufgrund der Projektionen für den Agrarmarkt keinen Anlass mehr zu solch positiven Annahmen. Ab 2026 wird eine Preissenkung bei Agrarrohstoffen erwartet, die den Markt deutlich beeinflussen könnten.
In seiner Bewertung schreibt Bray, dass die bisherigen Konsensschätzungen für das operative Ergebnis (Ebitda) im kommenden Jahr bereits ambitioniert erschienen und für 2027 gar als deutlich optimistisch bewertet werden müssten. Diese Neubewertung dürfte für Spannung an den Märkten sorgen und wirft Fragen über die zukünftige Entwicklung der K+S-Aktie auf.

