BBVA meldet gestiegene Gewinne trotz Währungsdrucks

Der spanische Bankgigant BBVA konnte im vergangenen Jahr erfreuliche operative Ergebnisse aufweisen, vor allem dank starker Geschäfte in Spanien. Der bereinigte Nettogewinn erlebte einen Anstieg von fast 20 Prozent und erreichte 10,5 Milliarden Euro, wie die im EuroStoxx 50 gelistete Bank mitteilte. Expertenmeinungen, die von Bloomberg gesammelt wurden, hatten bereits einen Gewinn in dieser Größenordnung erwartet.
Allerdings führte der starke Euro zu einer Reduzierung des ausgewiesenen Gewinns, der nur um knapp fünf Prozent stieg. Die europäische Gemeinschaftswährung verbesserte sich insbesondere gegenüber dem mexikanischen Peso, was zu einem leichten Rückgang des Gewinns im wichtigen Markt Mexiko auf 5,3 Milliarden Euro führte. In Spanien hingegen erfreute sich BBVA einer Zunahme des Überschusses um elf Prozent auf 4,2 Milliarden Euro.
Die Gesamterträge des Konzerns wuchsen um vier Prozent auf fast 37 Milliarden Euro, wobei der Zinsüberschuss mit mehr als 26 Milliarden Euro diesen Trend maßgeblich unterstützte. Das vergangene Jahr brachte allerdings auch Niederlagen: Die geplante Übernahme der Bank Sabadell scheiterte am Widerstand des Zielunternehmens. Als Reaktion verkündete BBVA den Rückkauf eigener Aktien im Wert von vier Milliarden Euro, was an der Börse hervorragend aufgenommen wurde. Diese Maßnahme führte zu einem Kursanstieg von etwa 40 Prozent, nachdem die Übernahme gescheitert war. Erst kürzlich erreichte die Aktie mit 22,33 Euro ihren Höchststand, was einen Börsenwert von etwa 125 Milliarden Euro für die Bank bedeutet.

