BBVA: Beeindruckende Gewinnzahlen trotzen Erwartungen der Analysten
Die spanische Großbank BBVA hat im zweiten Quartal mit einem geringeren Gewinnrückgang überrascht, als von Analysten erwartet. Der Nettogewinn belief sich auf 2,75 Milliarden Euro, was einem Rückgang von lediglich zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht, wie die Bank in einer aktuellen Mitteilung aus Madrid bekanntgab. Diese robusten Zahlen bieten nun die Grundlage für die ambitionierten Ziele, die BBVA-CEO Onur Genc für die kommenden Jahre gesteckt hat.
Für die Jahre 2025 bis 2028 plant BBVA Gewinne in Höhe von 48 Milliarden Euro zu erzielen, mit einer eindrucksvollen durchschnittlichen jährlichen Eigenkapitalrendite von 22 Prozent. „BBVA erlebt einen der besten Momente seiner Geschichte“, verkündete Genc selbstbewusst. Mit diesen Zielen positioniert sich die Bank klar an der Spitze der europäischen Wettbewerbslandschaft. Dies stellt eine beachtliche Differenz zu den Plänen der deutschen Wettbewerber dar, wo die Deutsche Bank bis 2025 auf über 10 Prozent und die Commerzbank bis 2027 auf über 12 Prozent klettern möchten.
Ein weiterer Fokus von BBVA liegt derzeit auf der geplanten Übernahme der heimischen Konkurrenz Sabadell. Seit April 2024 arbeitet die Bank daran, die Übernahme zu realisieren. Deren Management hält jedoch die Offerte von rund 14 Milliarden Euro für zu niedrig, da Sabadell an der Börse derzeit mit über 16 Milliarden Euro bewertet wird.

