Baywa zieht Jahresprognose aufgrund regulatorischer Unsicherheiten in den USA zurück
Der angeschlagene Konzern Baywa sieht sich gezwungen, seine Jahresprognose zurückzuziehen, da Unsicherheiten im Bereich der erneuerbaren Energien die finanziellen Erwartungen erheblich erschüttern. Ausschlaggebend sind neue regulatorische Rahmenbedingungen in den USA, die das Geschäft beeinträchtigen könnten, wie das Unternehmen mitteilte. Die laufende Überprüfung bei der Tochtergesellschaft Baywa r.e. könnte eine Neubewertung bereits gestarteter Projekte erfordern, was zu signifikanten Auswirkungen auf das Gesamtergebnis führen könnte.
Trotz der aktuellen Herausforderungen bleibt der Vorstand vorsichtig optimistisch, dass die Sanierung der Unternehmensgruppe bis Ende 2028 mithilfe geeigneter Gegenmaßnahmen erfolgreich abgeschlossen werden kann. Diese positive Einschätzung wurde bereits im September kommuniziert.
In den letzten Jahren hatte Baywa einen aggressiven Expansionskurs verfolgt, der größtenteils über Kredite finanziert wurde. Die jüngste Zinswende jedoch verschärfte die finanzielle Lage des Unternehmens dramatisch. Im Sommer 2024 stand Baywa kurz vor der Zahlungsunfähigkeit, welche durch Finanzhilfen der Hauptaktionäre und Banken abgewendet wurde.
Das vergangene Geschäftsjahr endete für das 1923 gegründete Unternehmen mit einem Verlust von 1,6 Milliarden Euro, bedingt durch schwache Geschäftsentwicklungen und umfassende Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte.

