Bayer punktet mit Asundexian: Investoren auf Erfolgskurs
Neue Studienergebnisse zum Blutgerinnungshemmer Asundexian haben Bayer-Anlegern einen Hoffnungsschimmer beschert. Analysten loben die positive Wirkung und Sicherheit des Medikamentenkandidaten, der zur Verhinderung eines zweiten Schlaganfalls entwickelt wurde. Angetrieben von dieser Nachricht erlebte der Aktienkurs des Dax-Konzerns einen Anstieg von rund vier Prozent auf 46,64 Euro am Freitagmorgen. Der Kurs nähert sich damit dem höchsten Punkt seit Herbst 2023. Insgesamt hat sich der Wert seit dem Mehrjahrestief im Frühjahr 2025 um über 150 Prozent gesteigert.
Vielversprechend verändert haben sich auch die allgemeinen Geschäftsaussichten für den Pharma- und Agrarchemiekonzern. Im Fokus steht hierbei ein positiver Ausgang eines Grundsatzverfahrens des US Supreme Court in Bezug auf die Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten. Zusätzlich wurden die Sorgen um eine Patentklippe im Pharmasektor deutlich reduziert. Früher befürchtete Erlöseinbrüche durch den auslaufenden Patentschutz für die Bestseller Xarelto und Eylea erscheinen nun als gut überwindbare Herausforderung dank neuer Medikamente. Analysten Christian Faitz und David Evans von Kepler Cheuvreux hatten dazu bereits im Januar eine optimistischere Perspektive geäußert.
Bayer sieht seine Pharmasparte aufgrund dieser Fortschritte und geplanter Verkaufsstarts neuer Arzneimittel wieder auf einem soliden Wachstumspfad. Stefan Oelrich, Leiter der Pharmasparte, betonte auf der JPMorgan Healthcare Conference, dass man mit fünf großen Blockbuster-Kandidaten rechnet. Das Datenmaterial zu Asundexian festigt diese Einschätzung. Insider betrachten die detaillierten Studiendaten der Phase-III-Studie als Schlüsselfaktor für das Verkaufspotenzial. Diese Studie zeigte eine Reduzierung wiederkehrender Schlaganfälle um etwa 25 Prozent.
JPMorgan-Analyst Vosser sieht nach den jüngsten positiven Ergebnissen des Medikaments Potenzial für einen Jahresumsatz von 1,4 Milliarden Euro nach 2035, mit Umsatzspitzen in Reichweite. Die Konkurrenz im Bereich Blutgerinnungshemmer bleibt jedoch aktiv, insbesondere mit bevorstehenden Studienergebnissen zu Milvexian durch Johnson & Johnson und Bristol Myers Squibb.
Matthew Weston von UBS äußerte ebenfalls Zuversicht. Besonders das Sicherheitsprofil und die Wirksamkeit von Asundexian stachen auf der Internationalen Schlaganfall-Konferenz als lobreich hervor. Weston schätzt das Marktpotenzial des Medikaments in der Schlaganfall-Prävention aktuell auf einen Spitzenumsatz von 1,5 Milliarden US-Dollar bei einer Erfolgswahrscheinlichkeit von 80 Prozent.

