Bayer auf Wachstumskurs: Asundexian-Daten beflügeln Anlegerhoffnungen
Die jüngsten detaillierten Studienergebnisse zum Blutgerinnungshemmer Asundexian haben bei Bayer für Aufwind gesorgt und die Anleger zuversichtlich gestimmt. Analysten heben die positive Wirksamkeit und Sicherheit des Medikaments hervor, das als Hoffnungsträger zur Vermeidung eines zweiten Schlaganfalls gilt. Dies führte dazu, dass der Aktienkurs des DAX-Konzerns am Freitag um 1,8 Prozent stieg und sich so einem bisherigen Hoch von 45,61 Euro annäherte. Damit gehört Bayer aktuell zu den Top-Werten im DAX, obwohl das Rekordhoch von über 146 Euro aus der Vergangenheit noch nicht wieder erreicht ist.
Unternehmensseitig hat sich die allgemeine Perspektive für den Pharma- und Agrarchemiekonzern erheblich gebessert. Bayer hat im Hinblick auf die US-Rechtsstreitigkeiten bezüglich möglicher Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter Fortschritte gemacht und sieht Chancen auf ein positives Urteil vom US Supreme Court. Auch die Sorgen über mögliche Einnahmenverluste durch auslaufende Patente im Pharmageschäft scheinen überwunden. Neue Medikamente wie Asundexian fangen die Erlösausfälle der älteren Kassenschlager Xarelto und Eylea auf. Analysten werten die Patentklippe inzwischen als lediglich geringe Herausforderung. Bayer sieht sich nun durch den Erfolg dieser jungen Medikamente in der Pharmasparte auf einen Wachstumskurs gesetzt.
Stefan Oelrich, der Leiter der Pharmasparte, erwartet bis weit in die 2030er Jahre hinein erhebliches Wachstum. Die jüngst veröffentlichten Daten zu Asundexian bestätigen diese Erwartungen, indem sie eine Senkung wiederkehrender Schlaganfälle um ein Viertel aufzeigen. JPMorgan-Analyst Vosser glaubt an ein erhebliches Umsatzpotenzial, das über seine bisherigen Annahmen hinausgeht. Das Potenzial hängt jedoch auch von den Entwicklungen der Konkurrenten ab, insbesondere von Johnson & Johnson und Bristol Myers Squibb, die bald eigene Studienergebnisse präsentieren werden. Optimistische Töne kommen auch von UBS-Analyst Matthew Weston, der das Marktpotenzial positiv bewertet. Am zuversichtlichsten zeigt sich Sachin Jain von der Bank of America, der langfristig einen Jahresumsatz von bis zu 3 Milliarden Euro für möglich hält.

