Baugenehmigungen: Lichtblick für den Wohnungsmarkt

Positive Nachrichten für den ins Stocken geratenen Wohnungsmarkt in Deutschland: Die Baugenehmigungen verzeichneten im Oktober einen deutlichen Anstieg. Laut Statistischem Bundesamt erhielten insgesamt 19.900 Wohnungen grünes Licht – ein Plus von 6,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Damit setzt sich der positive Trend der vergangenen Monate erfreulich fort.
Betrachtet man die ersten zehn Monate des Jahres, so zeigt sich ein signifikanter Aufwärtstrend. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum 195.400 Genehmigungen für Wohnungen sowohl in neuen als auch bestehenden Gebäuden erteilt. Dies entspricht einem Anstieg von 11,2 Prozent oder 19.600 mehr Genehmigungen gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Besonders stark war der Zuwachs bei Einfamilienhäusern mit einem Plus von 16 Prozent auf 37.000 Genehmigungen. Zweifamilienhäuser verzeichneten hingegen einen leichten Rückgang auf 10.600, während die Genehmigungen für Mehrfamilienhäuser, die den größten Anteil ausmachen, um 13 Prozent auf 104.100 anstiegen.
Trotz dieser Erfolge steht der Wohnungsbau vor Herausforderungen. Angesichts gestiegener Zinsen und Baukosten bleibt die Lage angespannt. Im vergangenen Jahr sank die Zahl der fertiggestellten Wohnungen auf 251.900, der niedrigste Stand seit 2015. Die Branche hofft nun auf geplante staatliche Investitionen, die ab 2026 Entlastung schaffen sollen. Zudem plant die Bundesregierung mit schnelleren Verfahren einen "Bau-Turbo", um vor allem in städtischen Gebieten dringend benötigten Wohnraum zu schaffen.

