BASF kämpft mit schwacher Nachfrage und setzt auf strategische Geschäftsverkäufe
Der weltweit führende Chemiekonzern BASF steht auch im dritten Quartal vor Herausforderungen durch eine verhaltene Kundennachfrage. "In beinahe allen Branchen und Regionen blieben die Kauflust der Kunden zurückhaltend", äußerte Vorstandsvorsitzender Markus Kamieth laut einer Unternehmensmitteilung. So sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 Prozent auf 15,23 Milliarden Euro. Werden die Erlöse aus dem veräußerten Lacke-Geschäft nicht mit einberechnet, betrug der Rückgang 3,3 Prozent auf 14,33 Milliarden Euro.
Auch auf operativer Ebene zeigte sich eine Rückentwicklung: Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) fiel um 4,8 Prozent auf 1,54 Milliarden Euro. Ohne das verkaufte Geschäft lag der Rückgang bei 3,2 Prozent auf 1,43 Milliarden Euro.
BASF hat als Reaktion auf den Verkauf der Lacke-Sparte seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr nach unten korrigiert. Der Konzern strebt nun ein Ergebnis von 6,7 bis 7,1 Milliarden Euro an, während zuvor inklusive der Lacke-Sparte 7,3 bis 7,7 Milliarden Euro erwartet wurden. Zum Vergleich: Im Vorjahr hatte BASF beinahe 7,9 Milliarden Euro verzeichnet.
Kürzlich hat BASF den Verkauf seines brasilianischen Geschäfts mit Bautenanstrichen an Sherwin-Williams für 1,15 Milliarden US-Dollar abgeschlossen. Zudem wurde mit Hilfe des US-Finanzinvestors Carlyle ein Käufer für das Lacke-Geschäft präsentiert. BASF behält einen Anteil von 40 Prozent an dieser Sparte. Der Verkauf soll BASF einen Kapitalzufluss von 5,8 Milliarden Euro vor Steuern bescheren.

