Barrierefreiheit: Sozialverbände fordern entschlosseneres Handeln
Sozialverbände drängen die Bundesregierung auf zügigere Fortschritte in Sachen Barrierefreiheit. Angesichts einer alternden Gesellschaft, in der immer mehr Menschen auf barrierefreie Umgebungen angewiesen sind, sei dies ein zentrales Anliegen, das alle Teile der Bevölkerung betrifft. Darauf machen der Sozialverband Deutschland und der Sozialverband VdK in einem Schreiben an die Bundesregierung aufmerksam. Nach aktuellen Schätzungen haben bereits sieben bis acht Millionen Menschen in Deutschland Einschränkungen in ihrer Mobilität. Die Verbände fordern eine beschleunigte Umsetzung der Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes, um den fortschreitenden Herausforderungen gerecht zu werden.
Im Koalitionsvertrag von Union und SPD ist verankert, Barrieren sowohl im öffentlichen als auch im privaten Bereich abzubauen. Ziel ist es unter anderem, bis 2035 alle öffentlich zugänglichen Bundesgebäude barrierefrei zu gestalten. Zudem sollen in der Privatwirtschaft bürokratische und rechtliche Hürden überprüft werden, um die Integration barrierefreier Maßnahmen voranzutreiben.

