Bank of America positioniert sich für Stablecoin-Ära
Die zweitgrößte Bank der USA, die Bank of America, richtet ihren Blick auf Stablecoins, nachdem wichtige Krypto-Gesetzgebungen durch den Gesetzgebungsprozess gekommen sind. CEO Brian Moynihan betont, dass die Bank vorerst auf die Verabschiedung dieser Gesetzesinitiativen warten wird, bevor sie konkrete Schritte in Richtung der Einführung eines Stablecoins unternimmt. Dies äußerte er auf einer Konferenz von Morgan Stanley in New York.
Im Gegensatz zu Bitcoin und anderen Kryptowährungen sind Stablecoins in ihrem Wert stabil, da sie an feste Vermögenswerte wie den US-Dollar gekoppelt sind. Moynihan zufolge war lange unklar, ob Banken diese digitalen Währungen unter den aktuellen regulatorischen Rahmenbedingungen anbieten dürfen. Kürzlich überarbeitete Gesetzesentwürfe, darunter der Genius Act, könnten die Richtlinien festlegen, unter denen Stablecoins emittiert werden können.
Auch demokratische und republikanische Senatoren bringen zahlreiche Änderungsanträge ein, die unter anderem darauf abzielen, Interessenkonflikte im Weißen Haus zu verhindern. Währenddessen wird erwartet, dass das Investmentbanking der Bank of America im zweiten Quartal um mehr als 20% im Vergleich zum Vorjahr zurückgeht.
Angesichts dieser Entwicklungen hat die Bank mit anderen großen Finanzinstituten wie JPMorgan Chase, Wells Fargo, Citigroup und PNC explorative Gespräche geführt, um die Möglichkeit einer gemeinschaftlichen Stablecoin-Initiative zu prüfen. Diese Gespräche sind noch in einem frühen Stadium, doch die Banken könnten ein Zelle-ähnliches Netzwerk für Stablecoins ins Leben rufen.
Moynihan bleibt jedoch realistisch und betont, dass die Akzeptanz neuer Zahlungssysteme Zeit benötige, um das Nutzerverhalten nachhaltig zu ändern.

