AXA steigt bei Telefónica-Vodafone-Glasfaserprojekt ein – Anteilskauf über 400 Millionen Euro erwartet
AXA Investment Management steht kurz vor dem Erwerb eines rund 30-prozentigen Anteils am Glasfaser-Joint-Venture FiberPass von Telefónica und Vodafone Spain. Laut mit den Gesprächen vertrauten Personen beläuft sich der Unternehmenswert auf etwa 1,5 Mrd. Euro, was für AXA einen Kapitaleinsatz im hohen dreistelligen Millionenbereich bedeuten dürfte.
FiberPass, ausgelegt auf die Versorgung von über 3,5 Mio. Haushalten und Unternehmen, soll nach Abschluss der Transaktion mehrheitlich in der Hand von Telefónica bleiben. Vodafone Spain wird voraussichtlich nur noch rund 10 % halten. Für beide Partner ist der Einstieg eines Investors ein Schritt, den sie bereits im vergangenen Jahr angekündigt hatten.
Der Zeitpunkt ist strategisch günstig: Vodafone Spain, seit 2023 im Besitz der in London gelisteten Zegona Communications, befindet sich nach umfassenden Kostensenkungen und einem Personalabbau von 28 % in einer Phase der Konsolidierung. Zegona-Chef Eamonn O’Hare, dessen Management-Incentive im vergangenen Jahr 129 Mio. Pfund einbrachte, setzt auf den gezielten Umbau und Weiterverkauf von Telekommunikationswerten.
Parallel hat Vodafone Spain mit dem Wettbewerber MasOrange ein weiteres Glasfaser-Joint-Venture, an dem Singapurs Staatsfonds GIC kürzlich 25 % erworben hat. Für Analysten wie James Ratzer von New Street Research ist der Einstieg von AXA bei FiberPass „ein good outcome“, da sich Glasfasernetze mit zunehmender Marktabdeckung weniger stark differenzieren lassen.


