Avalanche Studios im Sturzflug: Liverpool schließt, Entlassungen und das jähe Ende von Contraband
Nachdem die aktive Entwicklung an Contraband jäh gestoppt wurde, hat Avalanche Studios nun leider Entlassungen und die Schließung seines Liverpooler Studios bekannt gegeben. In einer neuen Erklärung auf seiner Webseite führte das Unternehmen „die aktuellen Herausforderungen für unser Geschäft und die Branche“ an und betonte, wie es die besten Wege zur Sicherstellung des Erfolgs der Studiogruppe „gründlich überprüft“ habe. Diese Entscheidung markiert einen dunklen Tag in der Firmengeschichte und wirft Fragen über die Zukunft des traditionsreichen Entwicklers auf, der für seine Open-World-Actiontitel bekannt ist.
Restrukturierung und harte Einschnitte: Ein Kampf ums Überleben
„Diese Überprüfung hat uns zu dem schwierigen Schluss geführt, dass wir Änderungen an unserer Aufstellung und unseren Standorten vornehmen müssen. Infolgedessen schlagen wir vor, unsere Liverpooler Studios zu schließen und ein kollektives Konsultationsverfahren einzuleiten, wie es das britische Recht vorschreibt.“ Studios in Malmö und Stockholm werden ebenfalls Personalabbau und Restrukturierungen erfahren, um „den Anforderungen unserer Spiele gerecht zu werden“. Dies zeigt die weitreichenden Auswirkungen der aktuellen Krise und die Notwendigkeit drastischer Maßnahmen, um die Überlebensfähigkeit des Unternehmens zu sichern. Es ist eine schmerzhafte Realität, die viele Entwickler in der Branche derzeit erleben.
Contraband: Ein ambitioniertes Projekt im Schatten der Krise
Avalanche Studios ist vor allem für das Just Cause-Franchise bekannt, arbeitete aber auch an Größen wie Mad Max, RAGE 2 und der theHunter-Serie. Sein letztes Projekt, Contraband, wurde bereits 2021 in Zusammenarbeit mit Xbox Game Studios angekündigt und hatte über 150 Entwickler an Bord. Doch Gerüchte über Entwicklungsprobleme und Entlassungen im Unternehmen im vergangenen Jahr reichten offenbar nicht aus. Xbox Game Studios schien das Projekt nach eigenen Massenentlassungen im Juli selbst einzustellen. Perfect Dark, Everwild und Project Blackbird wurden nach Jahren der Entwicklung eingestellt, während The Initiative geschlossen wurde. Turn 10 Studios, Undead Labs und viele weitere Studios erlebten ebenfalls erhebliche Entlassungen. Dies verdeutlicht die turbulente Phase, in der sich die gesamte Spielebranche aktuell befindet, und wie selbst große Projekte scheitern können.
Die Zukunft: Ungewissheit und neue Wege
Die Avalanche Studios Group hat ihr nächstes Projekt noch nicht bekannt gegeben, daher bleiben wir gespannt auf zukünftige Ankündigungen. Die Schließung eines Studios und der massive Personalabbau sind ein deutliches Zeichen für die anhaltenden Schwierigkeiten, mit denen die Gaming-Branche konfrontiert ist. Es ist eine Zeit der Unsicherheit, aber auch eine Gelegenheit für Unternehmen, sich neu zu orientieren und innovative Wege zu finden, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein. Die Fans hoffen weiterhin auf neue, spannende Titel aus dem Hause Avalanche, auch wenn der Weg dorthin steinig sein mag. Es wird interessant zu beobachten sein, wie sich das Unternehmen nach diesen Rückschlägen neu erfindet.


