Autobauer-Aktien beschleunigen nach positiven Zollnachrichten
Die Aktien von Autobauern haben am Dienstag deutlichen Auftrieb erhalten und inszenieren damit eine Fortsetzung ihres jüngeren Erholungskurses. Nach erfreulichen Nachrichten zu Handelszöllen verzeichneten BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen am Vormittag Kurssteigerungen von jeweils 2,8 bis 3,1 Prozent. Im Gegensatz dazu folgten Porsche AG-Aktien mit einem Plus von 0,8 Prozent dem Markttrend etwas verhaltener. Unternehmensanteile des Autozulieferers und Reifenproduzenten Continental stiegen um bemerkenswerte 3,2 Prozent an.
In einem breiteren europäischen Kontext stießen auch Renault und Stellantis auf reges Kaufinteresse und legten um 2,1 Prozent beziehungsweise 4,3 Prozent zu. Der europäische Branchenindex Stoxx Europe 600 Automobiles avancierte mit einem Zuwachs von 2,3 Prozent an die Spitze der Sektorenliste des Stoxx 600. Trotz dieses Aufschwungs bleibt er im bisherigen Jahresverlauf mit einem Minus von etwa zehn Prozent einer der größten Verlierer. Eine erneute Aufwärtsbewegung, die im Dezember begonnen hatte, erlitt Ende Februar einen Rückschlag durch die US-amerikanische Zollpolitik. Seit jenem Zeitpunkt verlor der Index mehr als 20 Prozent an Wert.
US-Präsident Donald Trump erwägt nun, für die Autoproduktion geltende Zölle vorübergehend auszusetzen. Diese Erleichterungen könnten den Autobauern Zeit verschaffen, ihre Lieferketten an eine lokale Produktion in den USA anzupassen, erklärte Trump. Bislang haben von dem politischen Schachzug unter anderem die Importe von Fahrzeugen aus Mexiko und Kanada im Rahmen eines nordamerikanischen Handelsabkommens profitiert.

