Ausnahmeregelungen für BER-Nachtflugverbot in der Diskussion
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner hat sich auf der internationalen Tourismusmesse ITB in Berlin für gezielte Ausnahmen vom Nachtflugverbot am Hauptstadtflughafen BER ausgesprochen. Er argumentiert, dass es nicht im Interesse der Umwelt oder der Passagiere liege, wenn Flugzeuge aufgrund kleinerer Verspätungen lange Umwege in Kauf nehmen müssten.
Wegner, ein CDU-Politiker, plant, dieses Thema sowohl mit der Landesregierung von Berlin als auch bei einer gemeinsamen Kabinettssitzung mit Brandenburg zu erörtern. Er wies darauf hin, dass es sich hierbei nicht um massive tägliche Flugbewegungen handele, sondern um eine überschaubare Anzahl von Maschinen.
Momentan ist das Nachtflugverbot am BER von 0.00 Uhr bis 5.00 Uhr in Kraft und Fluggesellschaften wie Ryanair haben die strikte Umsetzung bereits kritisiert. Beispielsweise mussten Mitte Februar zwei Flüge nach Hannover umgeleitet werden, da eine Landung auch nur wenige Minuten nach Beginn der Sperrzeit verweigert wurde.
Wegner zeigt sich skeptisch, ob politische Mehrheiten für eine generelle Lockerung des Nachtflugverbots zu erreichen sind. Auch Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey bekräftigt die Notwendigkeit der nächtlichen Ruhe für die Anwohner.
Ihrer Meinung nach ist das anfängliche wirtschaftliche Wachstum nicht durch die bestehenden Beschränkungen behindert.

