Aufruf zur Rechenschaft: US-Kongress untersucht Radikalisierung auf Online-Plattformen
In einem bemerkenswerten Schritt hat das House Oversight Committee die Geschäftsführer von Discord, Twitch, Reddit und der Gaming-Plattform Steam dazu aufgefordert, am 8. Oktober vor dem Ausschuss auszusagen. Im Mittelpunkt stehen Vorwürfe, dass ihre Plattformen möglicherweise an der „Radikalisierung“ von Nutzern und der „Anstiftung zu politisch motivierten Taten“ beteiligt seien. Die Briefe, die an die CEOs der vier Technologieunternehmen gesendet wurden, betonen die Bedeutung dieser Anhörung.
James Comer, Vorsitzender des Ausschusses, erklärte in einem Statement, dass der gewaltsame Tod von Charlie Kirk und andere politisch motivierte Gewalttaten den Kongress dazu zwingen, der Nutzung dieser Plattformen durch radikale Gruppen nachzugehen. Comer betonte, dass es Pflicht des Kongresses sei, zu verhindern, dass solche Plattformen für illegale Zwecke missbraucht werden.
Discord hat gegenüber TechCrunch seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit und zur Teilnahme an der Anhörung im Oktober bekundet. Ein Sprecher des Unternehmens betonte die Wichtigkeit des Dialogs mit Entscheidungsträgern über diese kritischen Themen. Auch Reddit nahm Stellung und erklärte, dass es mögliche Verbindungen zwischen seiner Plattform und dem Tod von Kirk untersuche.
Charlie Kirk, ein bekannter konservativer Aktivist und enger Verbündeter von Präsident Trump, wurde kürzlich von Tyler Robinson bei einer Veranstaltung in Utah erschossen. Robinson soll Berichten zufolge das Verbrechen kurz vor seiner Verhaftung in einem Discord-Chat gestanden haben. Zudem waren die von Robinson verwendeten Kugeln offenbar mit Memes und Anspielungen auf Videospiele graviert.

