Aufholjagd im Cricket-Duell: Bumrah bringt Indien zurück ins Spiel
Das erste Testspiel in Perth zwischen Australien und Indien begann für die indische Mannschaft unter der Interimsführung von Jasprit Bumrah denkbar schlecht. Nach einem verpatzten Start mit nur 150 Punkten gegen Australiens erfahrene Fast-Bowling-Riege sah alles nach einem Desaster aus. Doch Bumrah, dem es an diesem Tag nicht an Entschlossenheit mangelte, gelang es in einem eindrucksvollen letzten Abschnitt, das Ruder herumzureißen.
Dank einer fulminanten Vorstellung der indischen Bowler, angeführt von Bumrah mit beeindruckenden Zahlen von 4-17, fand sich Australien am Ende eines ungewöhnlich schnellen, 17-Wicket-Tages bei nur 67-7 wieder. Damit lag das Team noch 83 Punkte zurück und drohte, seinen historischen Tiefstwert gegen Indien, ein mageres Ergebnis von 83 aus dem Jahr 1981, erneut zu unterbieten.
Nitish Kumar Reddy, der in seinem Debüt mit 41 Punkten glänzte, fand lobende Worte für Bumrah. Auch Nathan McSweeney, Usman Khawaja und sogar der erfahrene Steve Smith konnten dem Sturm nicht standhalten. Besonders bemerkenswert war Bumrahs strategische Herangehensweise, wie Reddy betonte. Indem er selbst zurückhaltend agierte und seinen Bowling-Kollegen klare, einfache Anweisungen gab, trug er entscheidend zur Wende im Spiel bei.
Des Weiteren blieb Bumrah seiner eigenen Linie treu und zeigte bis zum letzten Moment höchste Konzentration. Erst kurz vor dem Tagesschluss holte er sich seinen vierten Wicket, indem er Pat Cummins geschickt im Spiel hielt und so Newcomer Harshit Rana die Bühne bereitete, um mit Travis Head kurzen Prozess zu machen.
Bumrah hätte beinahe noch einen fünften Wicket verzeichnet, doch ein gefallener Fang durch Virat Kohli verschonte Marnus Labuschagne, der anschließend aber nur zwei Punkte in einem zähen Auftritt erreichte, bevor Mohammed Siraj ihm keine Chance mehr ließ.
Mit dem Ausfall von Stammspieler Rohit Sharma und dem verletzungsbedingten Fehlen von Shubman Gill musste Bumrah in dieser Partie mit einem geschwächten Team improvisieren. Die selektive Entscheidung, die erfahrenen Spinner Ravindra Jadeja und Ravichandran Ashwin wegen der für Fast-Bowler günstigen Bedingungen auszusetzen, erwies sich als klug.
Während Australien sich über Nacht mit Alex Carey und Mitchell Starc an der Spitze neu formiert, verspricht der weitere Verlauf des Testspiels spannende Wendungen. Harmonisch und strategisch geschult von Bumrah, hat Indien eindrucksvoll gezeigt, dass es bereit ist, die Herausforderung anzunehmen.

